Publikationen

Zur Verläßlichkeit der Angaben von Kindern bei standardisierten Befragungen

Lipski, Jens (2000):
Zur Verläßlichkeit der Angaben von Kindern bei standardisierten Befragungen. Methoden der Kindheitsforschung. Weinheim/München: Juventa, S. 77-86
Während es noch bis in die siebziger Jahre gängige Praxis war, Eltern zu befragen, wenn man etwas über Kinder wissen wollte,wurden in den letzten Jahren immer häufiger die Kinder selbst zu Adressaten sozialwissenschaftlicher Befragungen. Die Qualität der Daten bei standardisierten Kinderbefragungen stand dabei von Anfang an im Mittelpunkt des Interesses. In dem Artikel werden die vorliegenden empirischen Prüfungen der Verläßlichkeit von Kinderangaben aufgeführt, die in der Regel aus dem Vergleich von Kinderangaben und Elternangaben zu sozialstatistischen Merkmalen (wie z.B. Alter der Eltern, Beruf der Eltern, Geschwisterzahl)bestanden. Der Artikel kommt zu dem Schluß, daß es sicherlich einen Unterschied zwischen Kinder- und Erwachsenenbefragungen gibt, als hinsichtlich der Auswahl der Inhalte, der Frageformulierungen und des konkreten Befragungskontextes altersspezifische Voraussetzungen zu beachten sind. Es gibt aber keinen Hinweis aus der vorliegenden Forschung, daß bei Beachtung dieser altersspezifischen Voraussetzungen Kinder im Vergleich zu Erwachsenen unzuverlässigere Informanten sind.

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