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Die Offenheit für interethnische Freundschaften von Jugendlichen in marginalisierten Wohngebieten

Zdun, Steffen (2021):
Die Offenheit für interethnische Freundschaften von Jugendlichen in marginalisierten Wohngebieten.
In: Soziale Probleme
Jahrg.: 32, H. 1, S. 67–95

Obwohl interethnische Freundschaften seit Jahren in der deut-schen Soziologie thematisiert werden, handelt es sich meist eher um Defizitdiskursebzw. eine Beschäftigung mit interethnischen Begegnungen in verschiedenen Settings und deren Auswirkungen auf das Individuum. Hingegen ist die darüber hinausgehende Offenheit für interethnische Freundschaften von Jugendlichen in marginalisierten Stadtteilen eine relativ neue Entwicklung hierzulande und deshalb auch ein empirisch relativ blinder Fleck. Dervorliegende Beitrag widmet sich diesem Trend auf der Datengrundlage einer qualitativen Explorativstudie, in deren Rahmen 45 Jugendliche aus sechs deutschen Städten befragt wurden. Die Ergebnisse gebenEinblick in diese Offenheit der Jugendlichen und das Selbstverständnis, mit dem siein Freundschaften mit lokalen Peers praktiziert wird. While the meaning of interethnic friendships is addressed by Germansociology for years, many accounts focus on individual deficits and/or interethnicencounters in different settings and theirimpact on the individual. The rather broadopenness towards interethnic friendships among youths in marginalized neighborhoods is not just a relatively new development in Germany but therefore also anempirical blind spot in research. This paper addresses this development, based onthe results of an explorative qualitative study. 45 youths from six German cities wereinterviewed. The findings provide insights into the openness of these youths and theimplicitness with which it is practiced in friendships with local peers.

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