Publikationen

Schule und interessegeleitetes Lernen

Lipski, Jens (2002):
Schule und interessegeleitetes Lernen.
In: Furtner-Kallmünzer, Maria/Hössl, Alfred/Janke, Dirk/Kellermann,Doris/Lipski,Jens (Hrsg.): In der Freizeit für das Leben lernen.Eine Studie zu den Interessen von Schulkindern. München: Deutsches Jugendinstitut, S. 113-124
Wieweit ist ein Lernen nach eigenen Interessen in der Schule möglich? Lebenslanges Lernen in eigener Verantwortung bedeutet, daß es dem Einzelnen überlassen bleibt, was, wie,wo und wann er lernt. Die Forderung nach mehr selbstgesteuertem Lernen in der Schule bezieht sich bisher lediglich auf das "Wie", nicht aber auf das "Was" des Lernens. Auch die Ergebnisse einer Befragung von 10-bis 13jährigen Kindern zum Lernen in Freizeit und Schule legen die Vermutung nahe, dass eigenständiges Lernen im Rahmen der augenblicklichen Schulorganisation sich im Wesentlichen auf die selbständige Erledigung vorgegebener Aufgaben beschränkt, und das selbständige Management der Lernziele und Lerninhalte bisher kaum berücksichtigt.Zwischen den geistigen wie praktischen Freizeitinteressen der Kinder und ihren schulischen Lernaktivitäten besteht nach den Ergebnissen der Befragung kaum ein Zusammenhang. Andererseits haben die Lehrer offenbar kaum einen Einfluß auf die Freizeitinteressen der Kinder. Von wenigen Ausnahmen abgesehen stellten die befragten Kinder auch keine Verbindung zwischen schulischem Unterricht und ihren Berufsvorstellungen her. Die Hausaufgaben- traditionell als Raum für Eigenaktivitäten definiert - werden eher als fremdgesetzte Aufgaben denn als eigene Sache begriffen.

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