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Das Deutsche Jugendinstitut trauert um Gerald Prein

Wir nehmen mit großer Trauer Abschied von unserem ehemaligen Kollegen Dr. Gerald Prein, der am 7. Juni 2026 im Alter von 69 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist

12. Juni 2026 -

Gerald Prein war seit dem Jahr 2004 am Deutschen Jugendinstitut (DJI) tätig. Mit seiner fachlichen Expertise, großem Engagement und seiner kollegialen Art hat er das DJI über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgestaltet. Die empirische Sozialforschung am Institut hat er nachhaltig geprägt.

Nach seinem Studium der Erziehungswissenschaften in Paris und Dortmund sowie seiner Promotion in Soziologie führte ihn sein wissenschaftlicher Weg über Stationen an den Universitäten Dortmund, Essen, Bremen und Halle ans DJI. Seine Forschungsschwerpunkte reichten von sozialer Ungleichheit und sozialen Problemen bis hin zu Methodenfragen der empirischen Sozialforschung. Sein besonderes Interesse galt der Längsschnittanalyse, der Ungleichheitsforschung, der Berufssoziologie sowie der Kriminalsoziologie.

In seinen ersten Jahren am DJI arbeitete er in einer Vielzahl bedeutender Forschungsprojekte mit, darunter die DJI-Betreuungsstudie, die Nationale Bildungsberichterstattung, die wissenschaftliche Begleitung der offenen Ganztagsschule, Studien zu informellen Lernprozessen im freiwilligen Engagement sowie Längsschnittstudien zu Übergängen von der Schule in den Beruf.

Eng verbunden war Gerald Prein mit dem DJI-Survey „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten (AID:A)“. Als Datenbankmanager der Abteilung „Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden“ gestaltete er den Aufbau und dessen Weiterentwicklung über viele Jahre maßgeblich mit. Von 2012 bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Institut im Jahr 2022 übernahm er die Leitung des AID:A-Kompetenzteams Sozialberichterstattung. Von der Designplanung über die Datenaufbereitung und Gewichtung bis zur Abstimmung und Qualitätssicherung zentraler Erhebungsinstrumente brachte er sein umfassendes methodisches Wissen ein. Seine Expertise war für Kolleginnen und Kollegen innerhalb und außerhalb des Instituts gleichermaßen wertvoll. 

Gerald Prein war weit über das Institut hinaus ein anerkannter Experte und ein sehr geschätzter Kollege. Er wird in dankbarer Erinnerung bleiben. Das Deutsche Jugendinstitut bekundet seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren, sein Mitgefühl.