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DJI evaluiert ein Modell zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen und ihren Familien

14. März 2016 -

Von den mehr als eine Million Langzeitarbeitslosen in Deutschland ist etwa jeder Fünfte schon mehr als vier Jahre ohne Job. Um die Negativspirale der Hartz IV-Vererbung in diesen Familien zu unterbrechen, hat die Stadt Nürnberg gemeinsam mit dem Deutschen Jugendinstitut ein Modellprojekt entwickelt. Da bei Langzeitarbeitslosen meist eine ganze Reihe von Hindernissen besteht (mangelnde Qualifikation oder Sprachkenntnisse, schwierige Lebensbedingungen, gesundheitliche Beeinträchtigungen), wird in den Familien, die am Modellprojekt teilnehmen, ein Tandem zur Beratung und Unterstützung eingesetzt. Neben dem Jobberater ist ein Sozialarbeiter bei den Familien im Einsatz, um die Familie als System zu stabilisieren. Die Süddeutsche Zeitung berichtete kürzlich ausführlich über das Nürnberger Modell. Im Zentrum der Evaluation steht in der zweiten Projektphase auch die Förderung der Kinder und Jugendlichen in diesen Familien, deren subjektives Wohlbefinden sowie ihre Teilhaben- und Bildungschancen. Dies war auch Thema eines Workshops, der im März in Nürnberg stattfand. Der Abschlussbericht wird im August 2016 erscheinen.

Weitere Informationen zum Projekt