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JUNG – POLITISCH – AKTIV?! Neue Studie zum politischen Engagement junger Menschen

10. März 2016 -

Unter diesem Motto präsentierte die Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut in Bonn eine Studie zu den Formen politischen Engagements junger Menschen. Ausgehend von der Frage, ob die Jugend heute wirklich politisch so engagiert und interessiert ist, wie die letzte Shell-Jugendstudie vermeldete, wurden 2.075 junge Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren online befragt und mit 20 jungen Leuten, die politisch engagiert sind, ausführliche leitfadengestützte Interviews geführt. Die Ergebnisse sind klar und ein Warnsignal für die Parteienlandschaft. Mehr als 90 Prozent der befragten jungen Menschen sehen zwar in Wahlen das geeignete Mittel, um politisch zu partizipieren. Wenn es aber um eine Mitgliedschaft in einer politischen Partei oder anderen Institutionen geht, wendet sich das Blatt. Die Teilnahme an Sitzungen im Ortsverein wird abgelehnt. Stattdessen wünschen sie sich ein Engagement der kurzen Wege wie zum Beispiel via Online-Petition und die Erfahrung höherer Selbstwirksamkeit. Basis der Studie sind die 14- bis 29-Jährigen des DJI-Surveys AID:A 2014 (Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten), die sich zusätzlich an der online-Befragung beteiligt haben. Präsentiert haben sie in Bonn u.a. die Leiterin des AID:A-Kompetenzteams Jugend Martina Gille und die ehemaligen DJI-Forscher Johann de Rijke und Dr. Wolfgang Gaiser.

zur Studie
Martina Gille zu den Ergebnissen im Interview