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Regretting Motherhood – wenn Muttersein unglücklich macht

12. Februar 2016 -

Seit der Veröffentlichung einer Studie der israelischen Soziologin Orna Donath und einer entsprechenden Studie in Deutschland von Christina Mundlos rückt ein Tabuthema in den Mittelpunkt des medialen Interesses: das Bedauern von Müttern, ein Kind bekommen zu haben. In einer Notizbuch-Sendung des Bayerischen Rundfunks stellt Dr. Karin Jurczyk, Leiterin der DJI-Abteilung Familie und Familienpolitik klar, dass viele Mütter nicht die Entscheidung an sich bereuen, und präzisiert: Sie lieben ihre Kinder, aber nicht die Mutterrolle, also die überzogenen Erwartungen und teilweise extremen Belastungen, die damit verbunden sein können. Das Ideal der sich aufopfernden, immer fürsorglichen Frau und Mutter sei historisch, kulturell und religiös tief verankert, sowohl in der Gesellschaft wie im Selbstbild der Mütter. Es gerät heute aber vermehrt in Widerspruch zu den realen Lebensverhältnissen und Lebenszielen der Frauen. Als Soziologin verfolgt Dr. Karin Jurczyk die Entwicklung seit 40 Jahren und ist überzeugt, dass Veränderungen möglich sind, aber weiterhin viel Beharrlichkeit und Geduld sowie veränderte Politiken erfordern. Sie setzt auf die jungen Väter, die sich vermehrt trauen, ihre Vorstellungen vom aktiven Vatersein zu artikulieren und umzusetzen.

Zum Podcast der Notizbuch-Sendung