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Ein Drittel der Jugendzentren übernehmen Nachmittagsbetreuung bei Ganztagsschulangeboten

03. Dezember 2015 -

Die offene Kinder- und Jugendarbeit steht vor großen Herausforderungen: In vielen Jugendzentren steht ein Generationenwechsel an, neue ausreichend gut qualifizierte Fachkräfte sind schwer zu finden. Die zumeist öffentlichen Träger müssen sich deutlich stärker als attraktive Arbeitgeber positionieren. Das freiwillige Engagement der Jugendlichen, ohne die eine offene Kinder- und Jugendarbeit nicht denkbar ist, wird zu wenig sichtbar gemacht. Die Öffnungszeiten der Jugendzentren sind wenig auf die Zielgruppe der Jugendlichen abgestellt: Abends und am Wochenende sind viele Einrichtungen geschlossen. Zudem ist die Bedeutung der pädagogisch nicht vorstrukturierten und breit gefächerten offenen Angebote in der Öffentlichkeit bislang noch nicht ausreichend bekannt und müsste offensiver kommuniziert werden. Insgesamt zeigen sich deutliche regionale Unterschiede in der Nutzung: In kleinen Orten werden die Einrichtungen am häufigsten besucht; und im Osten nehmen mehr Jugendliche die „Freiräume“ wahr als im Westen. In den letzten Jahren haben sich durch die Einführung von Ganztagsschulen auch die Angebote der Jugendarbeit verändert: 33% der befragten Einrichtungen bieten Nachmittagsbetreuung entweder in der Schule oder im Jugendzentrum oder an beiden Orten an. An der DJI-Studie haben bundesweit 1.115 Einrichtungen teilgenommen.

zur Publikation
DJI-Projekt: Jugendhilfe und sozialer Wandel