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Wie Zusammenarbeit im Kinderschutz gelingen kann

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren und das Deutsche Jugendinstitut laden gemeinsam mit weiteren Partnern zum Fachkongress in Leipzig. Eine Teilnahme ist auch digital möglich

22. Juni 2026 -

Wie gelingt Kooperation im Kinderschutz zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Medizin und weiteren beteiligten Professionen? Dieser Frage widmet sich der Fachkongress „Kooperation zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Kinder- und Jugendhilfe & Gesundheitswesen im Kinderschutz“ am 25. und 26. Juni 2026. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren, das Deutsche Jugendinstitut (DJI) sowie die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) laden in Kooperation mit dem Kinderschutz-Zentrum Leipzig Fachkräfte aus Praxis, Wissenschaft und Politik dazu ein. Die Teilnahme ist in Präsenz in Leipzig oder digital möglich. 
 
Obwohl gesetzliche Grundlagen wie das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) und das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) ausdrücklich die Verantwortungsgemeinschaft zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen betonen, stellt sich die gelebte Praxis oft komplex und herausfordernd dar: Unterschiedliche fachliche Logiken, institutionelle Zuständigkeiten und Kommunikationswege erschweren vielfach eine reibungslose Zusammenarbeit. Insbesondere die Schnittstelle zwischen medizinischer Versorgung und Kinder- und Jugendhilfe gilt als wichtiger Entwicklungsbereich.

Ziel des Fachkongresses ist es, Spannungen bei Kooperationen sichtbar zu machen, den Wissenstransfer zwischen Praxis, Forschung und Politik zu stärken und die multiprofessionelle Zusammenarbeit im Kinderschutz zu verbessern. Dabei geht es unter anderem um die Perspektiven von Kindern, Jugendlichen und Familien sowie um Faktoren, die entscheidend für eine tragfähige Verantwortungsgemeinschaft sind. Auch die Wirksamkeit von Kooperationen im Kinderschutz ist ein zentrales Thema. 

Programm mit wissenschaftlichen und praxisnahen Perspektiven

Fachvertreter:innen aus Universitätskliniken, Jugendämtern, Forschungsinstituten sowie aus der Bundes- und Kommunalpolitik beteiligen sich an dem Fachkongress mit Beiträgen aus Medizin, Kinder- und Jugendhilfe und Psychotherapie. Bundesfamilienministerin Karin Prien wird den Kongress mit einem Grußwort eröffnen.

Die DJI-Kinderschutzexpert:innen Prof. Dr. Heinz Kinder und Dr. Susanne Witte stellen gemeinsam mit Sheila Fish (Social Care Institute für Excellence, London) und Dr. Thomas Meysen (SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies, Heidelberg) in einem Forum Forschungsbefunde vor und was daraus für die Qualitätsentwicklung von Kooperationen abgeleitet werden kann. 


Weitere Informationen, Programm und Anmeldung
 Kosten: 175,- EUR (zzgl. Verpflegungspauschale) bei Präsenzteilnahme – 145,- EUR bei Online-Teilnahme