Wie Kooperation im Kinderschutz gelingen kann
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren und das Deutsche Jugendinstitut laden gemeinsam mit weiteren Partnern zum Fachkongress in Leipzig. Eine Teilnahme ist auch digital möglich
Wie gelingt Kooperation im Kinderschutz zwischen Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Medizin und weiteren beteiligten Professionen? Dieser Frage widmet sich der Fachkongress „Kooperation zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Kinder- und Jugendhilfe & Gesundheitswesen im Kinderschutz“ am 25. und 26. Juni 2026. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren, das Deutsche Jugendinstitut (DJI) sowie die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) laden zusammen mit dem Kinderschutz-Zentrum Leipzig Fachkräfte aus Praxis, Wissenschaft und Politik dazu ein. Die Teilnahme ist in Präsenz in Leipzig oder digital möglich.
Obwohl gesetzliche Grundlagen wie das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) und das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) ausdrücklich die Verantwortungsgemeinschaft zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen betonen, stellt sich die gelebte Praxis oft komplex und herausfordernd dar: Unterschiedliche fachliche Logiken, institutionelle Zuständigkeiten und Kommunikationswege erschweren vielfach eine reibungslose Zusammenarbeit - mit unmittelbaren Auswirkungen auf Kinder, Jugendliche und Familien.
Ziel des Fachkongresses ist es, Spannungen bei Kooperationen sichtbar zu machen, den Wissenstransfer zwischen Praxis, Forschung und Politik zu stärken und die multiprofessionelle Zusammenarbeit im Kinderschutz zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Voraussetzungen gelingender Kooperation, den Erfahrungen von Familien und Fachkräften sowie den Perspektiven für eine stärkere Verantwortungsgemeinschaft im Kinderschutz. Auch die Wirksamkeit von Kooperationen im Kinderschutz ist ein zentrales Thema.
Programm mit wissenschaftlichen und praxisnahen Perspektiven
An dem Fachkongress, der von Bundesfamilienministerin Karin Prien mit einem Grußwort eröffnet wird, beteiligen sich zahlreiche Fachvertreter:innen aus Universitätskliniken, Jugendämtern, Forschungsinstituten sowie aus der Bundes- und Kommunalpolitik.
Die DJI-Kinderschutzexpert:innen Prof. Dr. Heinz Kinder und Dr. Susanne Witte stellen gemeinsam mit Sheila Fish (Social Care Institute für Excellence, London) und Dr. Thomas Meysen (SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies, Heidelberg) in einem Forum Forschungsbefunde vor und was daraus für die Qualitätsentwicklung von Kooperationen abgeleitet werden kann.
Weitere Informationen, Programm und Anmeldung
Kosten: 175,- EUR (zzgl. Verpflegungspauschale) bei Präsenzteilnahme – 145,- EUR bei Online-Teilnahme