Öffentliche Freiräume sind für Kinder und Jugendliche wichtig
DJI-Wissenschaftlerin Alexandra Langmeyer war zu Gast in der Livesendung „Agenda“ des Deutschlandfunk, die im Münchner Haus für Schüler:innen aufgezeichnet wurde
Wo können sich Jugendliche treffen, unter sich sein, sich ausprobieren? Der öffentliche Raum, der sich eigentlich dafür anbietet, wird zunehmend reglementiert und verengt. Nicht selten werden Jugendliche dann von dort vertrieben. Warum sind Orte, an denen sich Jugendliche ausprobieren können, so wichtig?
In der Livesendung „Agenda“ des Deutschlandfunks am 15. April 2026 mit dem Titel „Platz da – Wie Städte Jugendlichen Raum geben“ erklärte Dr. Alexandra Langmeyer vom Deutschen Jugendinstitut (DJI), dass öffentliche Räume für die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen enorm wichtig seien: "Sie fördern die motorische Entwicklung, ermöglichen es, Freunde zu treffen und stärken soziale Kompetenzen sowie informelles Lernen, etwa das Einüben demokratischer Prozesse“. Damit spielten öffentliche Räume auch für die Identitätsentwicklung eine wichtige Rolle.
Neben der DJI-Wissenschaftlerin Langmeyer diskutierten Barbara Likus, Mitglied im Münchner Stadtrat für die SPD Fraktion, Aron Gabriel, Vorsitzender der Bayerischen Jugendvertretungen und Anna-Theresa Schlechter, Vorsitzende des Münchner Haus für Schüler:innen (MHDS) über verschiedene Fragen.
Es ging unter anderem darum, wie es Städten bei knappen finanziellen Spielräumen gelingen kann, Freiräume zu schaffen und inwiefern Jugendliche bei der Planung und Gestaltung von öffentlichem Raum einbezogen und mit ihren Bedürfnissen und Ideen gehört werden. Dies sei wichtig und gelinge am besten innerhalb konkreter Projekte, die zu sichtbaren Ergebnissen führen, betonte Alexandra Langmeyer. Anderenfalls verliere die Beteiligung schnell an Glaubwürdigkeit. Außerdem seien öffentliche Räume für Kinder und Jugendliche eng mit der Umsetzung der Kinderrechte verbunden – etwa das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung sowie das Recht auf Beteiligung und Versammlungsfreiheit.
Die Sendung, in die sich auch Hörer:innen einbringen konnten, wurde im Münchner Haus für Schüler:innen aufgezeichnet – ein bundesweit einzigartiger Treffpunkt und Coworking-Space von und für Schüler:innen.
Deutschlandfunk „Agenda“ „Platz da – Wie Städte Jugendlichen Raum geben“ vom 15. April nachhören
Münchner Haus für Schüler:innen
Kontakt
Dr. Alexandra Langmeyer
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langmeyer@dji.de
Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
089/62306-446
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