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Fachtagung „Arm trotz Arbeit“: Einreichungsfrist verlängert bis 15. März

IAB und DJI laden Forschende ein, sich mit empirischen Beiträgen über ungleiche Lebensverhältnisse in der Erwerbsgesellschaft zu bewerben

02. März 2026 -

6,5 Prozent aller Erwerbstätigen ab 18 Jahren lebten in Deutschland im Jahr 2024 unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. Viele von ihnen können mit ihrem Erwerbseinkommen den Lebensunterhalt für sich und weitere im Haushalt lebenden Personen nicht bestreiten und sind auf Bürgergeld gemäß SGB-II (Sozialgesetzbuch, Zweites Buch) angewiesen. Am 11. und 12. Mai 2026 wird eine Fachtagung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) in Nürnberg empirische Arbeiten vorstellen, die die Erwerbs- und Familienkontexte der „Working Poor“ und ihre alltäglichen Herausforderungen untersuchen. 

Zur Bewerbung eingeladen sind Arbeiten, die die Rolle zentraler Übergänge im Lebensverlauf erforschen sowie Beiträge über institutionell-strukturelle Kontextfaktoren und gesellschaftliche Bezüge von Working Poor, etwa zu sozialer Ungleichheit oder politischen Einstellungen und Demokratieverständnis. 

Abstracts können bis zum 15. März 2026 eingereicht werden. Die Tagung soll eine interdisziplinäre Plattform für Wissenschaftler:innen schaffen, die zu ungleichen Lebensverhältnissen in der Erwerbsgesellschaft forschen. 

Mit der Veranstaltung führen IAB und DJI ihre im Herbst 2023 vereinbarte vertiefte Kooperation weiter. Sie basiert auf thematischen und methodischen Schnittmengen sowie sich ergänzenden Perspektiven und hat sich bereits in gemeinsamen Publikations-, Veranstaltungs- und Datenprojekten bewährt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Call for Papers

Kontakt
Prof. Dr. Christina Boll
Leiterin der Abteilung “Familie und Familienpolitik”
089-62306-255
boll@dji.de