Wirksamer Kinderschutz muss früh ansetzen, um Gewalt und
Vernachlässigung möglichst zu vermeiden. Warum dies eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung erfordert, beschreibt Kinderschutzexpertin Susanne Witte.
Kinderschutz
Obwohl die Sensibilität der Gesellschaft für Kindesvernachlässigung und -missbrauch wächst, bleibt die Zahl minderjähriger Betroffener in Deutschland hoch. Im Zuge der Digitalisierung entwickeln sich zugleich neue Phänomene von psychischer und sexualisierter Gewalt. Die Forschung des Deutschen Jugendinstituts über das Ausmaß von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sowie den Umgang damit in Jugendämtern, Schulen, Kitas, Heimen und Wohngruppen liefert wichtige Hinweise für ein besseres Vorbeugen und ein schnelles Eingreifen.
Kinderschutz - Auftrag an alle
Gewalt erkennen und handeln
Das Jugendamt übernimmt eine zentrale Rolle im Kinderschutz.
Welche Stärken und Schwächen die Kinderschutzarbeit hierzulande
hat, zeigen Studien des Deutschen Jugendinstituts.
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Die aktuelle Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse zum Thema Kinderschutz mit aktuellen Studienergebnissen kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.
Ein schützendes Schulklima entwickeln
Jeder zweite junge Mensch erlebt sexualisierte Gewalt. Schutzkonzepte an Schulen mindern Risiken, erfordern aber eine neue Kultur des Miteinanders, erläutern Regine Derr und Sabeth Eppinger.
Jugendliche gegen sexualisierte Gewalt wappnen
Vielen jungen Menschen fällt es schwer, bei sexualisierten Übergriffen in der Peergruppe hilfreich einzugreifen. Das belegen Forschungsergebnisse des DJI. Doch kompetentes Handeln lässt sich üben, berichtet Rebecca Gulowski.
Susanne Witte im Video-Interview
Wie sich Kinder und Jugendliche wirksam vor Gewalt und Vernachlässigung schützen lassen, erklärt Kinderschutz-Expertin Susanne Witte in Folge 7 der Videoreihe Perspektiven.
Mobbing im Internet
Der DJI-Survey AID:A zeigt, dass beim Schutz vor Cybermobbing
nicht nur Schulen eine wichtige Rolle spielen, sondern auch Ausbildungsbetriebe sowie Berufs- und Hochschulen.
Allein Verbote und Filter schützen nicht vor sexualisierter Gewalt im Netz
Warum digitale Mediennutzung trotz Risiken auch Chancen für die sexuelle Entwicklung bietet und was Schulen sowie Eltern ändern müssen, schildert Kommunikationswissenschaftlerin Ruth Wendt im Interview.
Die Schwächsten stärken
Nicht alle jungen Menschen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe profitieren von Schutzkonzepten gegen Gewalt. Wie Kinder und Jugendliche mit Behinderung sowie Mädchen besser geschützt werden können, zeigen neue Forschungsergebnisse.
Zahl der Schulen mit Schutzkonzepten steigt
Viele Schulen ergreifen jedoch nur einzelne Präventionsmaßnahmen, belegt das bundesweite Monitoring zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche an Schulen von DJI und UBSKM.
Vertrauen zu traumatisierten Jugendlichen aufbauen
Wie die psychische Gesundheit junger unbegleiteter Geflüchteter verbessert werden kann, beschreiben Forschende des Verbundprojekts „Better Care“ in einem Policy Brief.
Die Mauern der Scham und des Schweigens durchbrechen
Das DJI und die Stadt München beginnen mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Unrechtserfahrungen an Kindern und Jugendlichen, die das Stadtjugendamt in Obhut nahm.
UBSKM und DJI starten Zentrum für Forschung zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen
An dem Zentrum wird erstmals eine bundesweit repräsentative Befragung von Jugendlichen zum Ausmaß sexueller Gewalt und zu Tatkontexten durchgeführt.
Damit sich sexuelle Gewalt nicht wiederholt
Wie Mädchen und junge Frauen in Wohngruppen der stationären Kinder- und Jugendhilfe vor Übergriffen geschützt werden können, erklären DJI-Wissenschaftlerin Dr. Susanne Witte und Prof. Dr. Sabina Schutter von SOS-Kinderdorf im Interview.
Frühe Hilfen erreichen Familien in belasteten Lebenslagen
Der aktuelle Monitoring-Bericht der Bundesstiftung Frühe Hilfen zeigt, dass sich das Versorgungsnetzwerk für Familien mit Kleinkindern etabliert hat und insbesondere Familien in Armut profitieren.
Frühe Hilfen als Brücke zwischen Systemgrenzen
Um die Gesundheit von Kleinkindern zu schützen, wurden die Frühen Hilfen aufgebaut. Was sie so wirkungsvoll macht und vor welchen Herausforderungen sie stehen, analysieren die DJI-Familienökonomin Christina Boll und Mechthild Paul von der BzGA.
Die seelische Gesundheit von jungen Geflüchteten stärken
Die psychische Belastung junger geflüchteter Menschen ist auch nach dem Ankommen im Aufnahmeland hoch, zeigen Studienergebnisse des DJI. Ein neues gestuftes Versorgungsmodell könnte ihre Situation verbessern.
Wie die Qualität im Kinderschutz verbessert werden kann
DJI-Forschende analysierten zusammen mit Kinderschutz-Expertinnen und -Experten in insgesamt 25 Expertisen den Forschungsstand zu ausgewählten Kinderschutzthemen und gaben Empfehlungen für die Gestaltung einer qualifizierten Kinderschutzarbeit.



