Die Fachgruppe befasst sich mit Fragen von Forschung und Praxisentwicklung rund um das Handlungsfeld Frühe Hilfen. Dieses wird als sozialstaatliche Reaktion auf familiäre Risikokonstellationen in der frühen Kindheit aufgefasst. Seit 2018 fördert die Bundesstiftung Frühe Hilfen mit Mitteln des Fonds Frühe Hilfen Strukturen und Angebote, die im Rahmen der Bundesinitiative in Bund, Ländern und Kommunen implementiert wurden.

Ziel des Forschungs- und Entwicklungsprogramms der Fachgruppe ist sowohl die anwendungsbezogene Weiterentwicklung als auch die Förderung der Reflexivität des Handlungsfeldes durch empirische Forschung. Dabei sollen alle relevanten Ebenen des Feldes betrachtet werden: die der Adressatinnen und Adressaten, die des Personals, die der involvierten Institutionen und kommunalen Hilfesysteme sowie die der fachpolitischen Steuerung und Entwicklung auf Bundes- und Landesebene.

Einen eigenen Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt bildet der Projektbereich "Qualitätsentwicklung im Kinderschutz“, der sich mit institutionellen Risiken im Kinderschutz sowie der fachlichen Gestaltung der Schnittstelle zwischen Frühen Hilfen und dem Handeln bei Kindeswohlgefährdung in multiprofessionellen Hilfesystemen befasst.

Das DJI ist seit 2007 Kooperationspartner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im "Nationalen Zentrum Frühe Hilfen" (NZFH), das mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird. Die offizielle Website des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen erreichen Sie über den Link www.fruehehilfen.de.

Die Arbeitsschwerpunkte der Fachgruppe F4 "Frühe Hilfen" sind in der Förderphase 2020-2022 in folgenden Projekten organisiert:

Die Arbeitsschwerpunkte der Fachgruppe F4 "Frühe Hilfen" gliederten sich in der Förderphase 2016-2019 in folgende Projektbereiche:

Kindern bessere Chancen für ein gesundes Aufwachsen ermöglichen

Gravierende Fälle von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, wachsende Kosten in der Kinder- und Jugendhilfe sowie eine auffällige Zunahme von psychischen Erkrankungen bei Kindern waren vor zehn Jahren Anlass, den Kinderschutz in Deutschland zu überdenken: vom reaktiven Handeln hin zur Prävention. Familiäre Belastungen sollten künftig frühzeitig erkannt, passgenaue Unterstützungsangebote bereitgestellt und die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe verbessert werden.

Um diese Entwicklungen zu fördern, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2007 das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) eingerichtet. Es basiert auf der Kooperation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI). Das NZFH unterstützt seitdem die Kooperation der unterschiedlichen Disziplinen, erforscht die Bedürfnisse der Familien und sorgt für Wissenstransfer und Unterstützung der Fachpraxis.

Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin am DJI, zog anlässlich der Beiratssitzung des NZFH am 11. Juli 2017 eine positive Bilanz: „Ein wichtiger Erfolgsfaktor sind die fundierten Erkenntnisse, die wir durch unsere Forschung erhalten haben. Wir wissen inzwischen viel besser, welche Unterstützung die Familien benötigen, wie wir sie erreichen können und wie die Angebote gestaltet sein müssen, damit sie von den Familien angenommen werden.“

Mit Einrichtung der Bundesstiftung Frühe Hilfen ist 2018 eine dauerhafte Grundlage für den präventiven Kinderschutz geschaffen worden. Das NZFH hat auch in der Stiftung einen festen Platz.

Einen Rückblick auf zehn Jahre Arbeit des NZFH finden Sie unter:

www.fruehehilfen.de/10_Jahre_NZFH

Publikationen des NZFH

 

 

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+49 89 62306-323
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
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