Weichenstellung nach der Grundschule
Das Abitur ist für die meisten Kinder und Eltern ein erstrebenswertes Bildungsziel. Auswertungen des DJI-Surveys AID:A zeigen, warum darin Potenziale für mehr Bildungsgerechtigkeit liegen

Der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule prägt den Bildungsweg von jungen Menschen maßgeblich. Die aktuelle Forschungslage zeigt, dass dabei nicht nur die Leistungen der Kinder eine große Rolle spielen, sondern auch ihre soziale Herkunft. Sie beeinflusst die schulischen Kompetenzen, die Übergangsempfehlungen der Lehrkräfte und nicht zuletzt die Bildungsaspirationen, also die Bildungsziele von Eltern und Kindern.
Neue Auswertungen des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“, kurz AID:A, machen deutlich: Das Abitur ist für die große Mehrheit der Kinder und Eltern ein erstrebenswertes Bildungsziel. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bildungsaspirationen je nach sozioökonomischer Lebenslage der Familien deutlich. So streben Schüler:innen aus materiell deprivierten oder armutsgefährdeten Familien sowie aus Familien mit niedrigem elterlichem Bildungsniveau seltener das Abitur an als Schüler:innen aus anderen Familien. Bemerkenswert ist auch: Gerade Eltern mit niedrigem Bildungsniveau (79 Prozent) wünschen sich häufiger als ihr Kind (60 Prozent) das Erreichen des Abiturs – und auch häufiger als Eltern mit einem mittleren Bildungsniveau (62 Prozent).
Welche Bedeutung Bildungsaspirationen für den Übergang in die weiterführende Schule haben und welche Ansatzpunkte sich daraus für mehr Bildungsgerechtigkeit ableiten lassen, erläutern Dr. Mirjam Weis und Dr. Christine Steiner im aktuellen Forschungsmagazin DJI Impulse. [1]
DJI Impulse-Beitrag “Weichenstellung nach der Grundschule”[2]Alle Artikel aus dem DJI-Impulse-Schwerpunkt „Bildung ohne Barrieren“[3]Gesamtausgabe DJI Impulse 2+3/2026 „Bildung ohne Barrieren“ (Download oder Print-Bestellung)[4]DJI-Videocast Perspektiven mit Prof. Dr. Birgit Reißig „Wie sich soziale Ungleichheiten im Bildungssystem besser ausgleichen lassen“[5]
Kontakt
Dr. Mirjam Weis
Kommiss. Abteilungsleitung „Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden“ am DJI
089/62306-342
weis@dji.de
Dr. Christine Steiner
Stellv. Leiterin der Abteilung „Übergänge im Jugendalter“
089/62306-227
steiner@dji.de
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