Zukunftssorgen von Jugendlichen
DJI-Befragung für den Familienbericht NRW 2026 zeigt: viele Jugendliche haben Zukunftsorgen, ein unterstützendes Familienklima kann dabei ein wichtiger Schutzfaktor sein
Zukunftssorgen sind unter Jugendlichen weit verbreitet, wie eine Befragung des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten in Nordrhein-Westfalen” (AID:A 2024 NRW+) für den Familienbericht NRW 2026 ergab. Gleichzeitig erweist sich ein unterstützendes Familienklima als wichtiger Schutzfaktor für Heranwachsende.
45 Prozent der befragten 12- bis 17-jährigen gaben an, dass sie sich große Sorgen machen, dass Deutschland in Kriege hineingezogen werden könnte – ein angesichts der aktuellen Diskussion über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht beachtlicher Wert. Auch die wachsende Ausländerfeindlichkeit (53 Prozent), die Zunahme von Gewalt und Kriminalität (49 Prozent), der Klimawandel (44 Prozent) und eine drohende gesellschaftliche Spaltung (36 Prozent) bereiten vielen Jugendlichen große Sorgen. Weitaus zuversichtlicher ist ihr Blick in die persönliche Zukunft, auch wenn sich immerhin jede:r fünfte Jugendliche sorgt, die Schule nicht zu schaffen.
[1]Unterstützendes Familienklima wichtig, um Krisen zu bewältigen
Die multiplen Krisen der letzten Jahre stellen jedoch nicht nur junge Menschen, sondern auch für ihre Eltern eine wachsende Belastung dar. Dabei sind familiale Ressourcen ein wichtiger Schutzfaktor für die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Ein unterstützendes Familienklima kann dazu beitragen, Belastungen abzufedern und die Bewältigung von Krisen zu erleichtern. Tatsächlich zeigen die Ergebnisse des Deutschen Jugendinstituts (DJI), dass Jugendliche, deren Familiensituation von emotionaler Verbundenheit, Offenheit und gegenseitigem Rückhalt geprägt ist, deutlich seltener Sorgen berichten. Umso wichtiger ist es, familiäre Resilienz zu stärken, etwa durch Bildungs- und Beratungsangebote und familiengerechte Rahmenbedingungen vor Ort.
Projekt AID:A 2023 NRW+[2]Familienbericht Nordrhein-Westfalen[3]
Kontakt:
Dr. Laura Castiglioni
Fachgruppenleitung „Familienpolitik und Familienförderung“
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Martin Kern
Abteilung Medien und Kommunikation
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