Junge Menschen gestalten Forschung mit

Zum Weltkindertag: Kinder und Jugendliche sind am DJI nicht nur Gegenstand von Studien, sie bringen sich auch auf vielfältige Weise in Forschungsprojekte ein

17. September 2026 -

Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gehört zu werden. Ihre Perspektiven sind daher nicht nur in Schulen, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Gerichtsverfahren und politischen Prozessen von Bedeutung, sondern auch in Forschungsprojekten. „Jugendbeteiligung kann Forschung bereichern; sie ist jedoch kein Selbstläufer“, sagt Dr. Angelika Guglhör-Rudan aus der Fachgruppe „Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern“ am Deutschen Jugendinstitut (DJI) anlässlich des Weltkindertags am 20. September. Im Forschungsmagazin DJI Impulse mit dem Titel „Besser beteiligen“ beschreibt sie zusammen mit DJI-Kollegen Dr. Thorsten Naab, welche Chancen und Voraussetzungen damit verbunden sind.  

Junge Menschen können demnach in ganz in unterschiedliche Phasen eines Forschungsprojekts einbezogen werden – etwa in die Entwicklung von Forschungsfragen und -methoden, in die Durchführung von Erhebungen sowie in die Auswertung und Verbreitung von Ergebnissen. Je nach Projekt reichen die Formen der Beteiligung von einzelnen Rückmeldungen bis hin zur langfristigen Zusammenarbeit mit jungen Menschen als Co-Forschende. Dadurch erhalten Wissenschaftler:innen Einblicke in Erfahrungen und Sichtweisen junger Menschen, die über den Forschungsstand hinausgehen und ihnen sonst möglichweise verborgen bleiben. Auf dieser Basis lässt sich Forschung auch verständlicher und praxisnäher aufbereiten und für ein breites Publikum besser zugänglich machen. 

„Allerdings kann Beteiligung nur dann ihr Potenzial entfalten, wenn die Prozesse altersgerecht gestaltet werden und ein ernsthaftes Interesse an den Beiträgen junger Menschen besteht", betont Dr. Thorsten Naab. Zudem erfordere sie Zeit, geeignete Methoden und entsprechende Kompetenzen bei den Forschenden. Wichtig ist zudem, dass Beteiligung Einfluss auf den weitern Forschungsprozess hat“, ergänzt Guglhör-Rudan. In den Projekten müsse es deshalb den Raum geben, die Ergebnisse der Beteiligung umzusetzen.

Wie vielfältig Partizipation aussehen kann, zeigen verschiedene Projekte am DJI. Junge Menschen gestalten dort beispielsweise im Jugendbeirat Forschungsprozesse langfristig mit, sie beteiligten sich an der Erstellung des 17. Kinder- und Jugendberichts und wirkten in beratender Form am UNICEF-Bericht zur Lage von Kindern in Deutschland 2025 mit. Im Forschungsmagazin DJI Impulse geben Wissenschaftler:innen Einblicke in die Erfahrungen, die sie in diesen und weiteren Projekten gemacht haben.
 

DJI-Impulse-Beitrag „Junge Menschen beteiligen, Forschung bereichern“ (digital)[1]DJI-Impulse-Beitrag „Mitreden, Mitforschen, Mitgestalten“, S. 40 in der Print-Ausgabe „Besser beteiligen“[2]Mehr zum Thema “Beteiligung und politische Bildung”[3]DJI-Jugendbeirat [4]

 

Kontakt
Dr. Angelika Guglhoer-Rudan
Wiss. Referentin in der Fachgruppe „Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern“
089/62306-216
guglhoer@dji.de

Dr. Thorsten Naab
Wiss. Referentin in der Fachgruppe „Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern“
089 62306-558
naab@dji.de 

Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
089 62306-446
hofele@dji.de