Publikationen
Non-formale Bildung im Jugendalter in städtischen und ländlichen Regionen
Fehser, Stefan/Kleint, Isabell (2026):
Non-formale Bildung im Jugendalter in städtischen und ländlichen Regionen. Urbane und rurale Bildungslandschaften in komparativer Gegenüberstellung. Reißig, Birgit/Beierle, Sarah (Hrsg.): Non-formale Bildung im jungen Erwachsenenalter. Formen, Orte und Bedingungen. Opladen/Berlin/Toronto: Verlag Barbara Budrich, S. 85-96
Die durchgeführte Analyse veranschaulicht deutliche Unterschiede zwischen ruralen und urbanen Räumen im Hinblick auf die non-formalen Angebotslandschaften, die jungen Menschen lokal offenstehen. Wenig überraschend ist die Situation in großen Städten: Dort finden sich eine breite Palette unterschiedlicher Freizeitangebote, eine gute Erreichbarkeit der Angebote sowie größere Bildungsträger, die ihre Angebote spezifisch für unterschiedliche Altersstufen und Fähigkeiten der Teilnehmenden organisieren. Insbesondere Angebote mit kulturellem und musikalischem Charakter sowie außerschulische Bildungsprojekte sind hier deutlich häufiger als im ländlichen Raum. Doch auch im ländlichen Raum zeigt sich in absoluten Zahlen eine Vielzahl potenzieller Freizeitaktivitäten für junge Menschen. Eine Reihe lokaler Angebote steht Kindern und Jugendlichen offen. Diese sind gut erreichbar, um den jungen Menschen eine Teilhabemöglichkeit in ihrem näheren Umfeld zu ermöglichen. Allerdings weisen solche Angebote in ihrer Ausgestaltung eine geringe inhaltliche Varianz auf und finden oft in einer geringeren Frequenz statt. Es besteht eine deutliche Dominanz von Sportvereinen und Freiwilligen Feuerwehren. Wer sich in der überwiegend monothematischen Angebotslandschaft des Nahfeldes nicht wiederfindet, muss weite Wege auf sich nehmen und ist dazu nicht selten aufs Elterntaxi oder kollaborative Selbstorganisation angewiesen. Die Betreffenden müssen also den Containerraum des heimischen Dorfes überwinden, um die stärkere Angebotsvielfalt in Halle (Saale) wahrzunehmen.
[online unter: 10.3224/84743416]
Non-formale Bildung im Jugendalter in städtischen und ländlichen Regionen. Urbane und rurale Bildungslandschaften in komparativer Gegenüberstellung. Reißig, Birgit/Beierle, Sarah (Hrsg.): Non-formale Bildung im jungen Erwachsenenalter. Formen, Orte und Bedingungen. Opladen/Berlin/Toronto: Verlag Barbara Budrich, S. 85-96
Die durchgeführte Analyse veranschaulicht deutliche Unterschiede zwischen ruralen und urbanen Räumen im Hinblick auf die non-formalen Angebotslandschaften, die jungen Menschen lokal offenstehen. Wenig überraschend ist die Situation in großen Städten: Dort finden sich eine breite Palette unterschiedlicher Freizeitangebote, eine gute Erreichbarkeit der Angebote sowie größere Bildungsträger, die ihre Angebote spezifisch für unterschiedliche Altersstufen und Fähigkeiten der Teilnehmenden organisieren. Insbesondere Angebote mit kulturellem und musikalischem Charakter sowie außerschulische Bildungsprojekte sind hier deutlich häufiger als im ländlichen Raum. Doch auch im ländlichen Raum zeigt sich in absoluten Zahlen eine Vielzahl potenzieller Freizeitaktivitäten für junge Menschen. Eine Reihe lokaler Angebote steht Kindern und Jugendlichen offen. Diese sind gut erreichbar, um den jungen Menschen eine Teilhabemöglichkeit in ihrem näheren Umfeld zu ermöglichen. Allerdings weisen solche Angebote in ihrer Ausgestaltung eine geringe inhaltliche Varianz auf und finden oft in einer geringeren Frequenz statt. Es besteht eine deutliche Dominanz von Sportvereinen und Freiwilligen Feuerwehren. Wer sich in der überwiegend monothematischen Angebotslandschaft des Nahfeldes nicht wiederfindet, muss weite Wege auf sich nehmen und ist dazu nicht selten aufs Elterntaxi oder kollaborative Selbstorganisation angewiesen. Die Betreffenden müssen also den Containerraum des heimischen Dorfes überwinden, um die stärkere Angebotsvielfalt in Halle (Saale) wahrzunehmen.
[online unter: 10.3224/84743416]