Susanne Kuger ist neue Forschungsdirektorin am DJI

Sie gehört damit seit 1. September 2023 neben DJI-Direktorin und Vorstandsvorsitzenden Sabine Walper und Verwaltungsdirektor Andreas Hartmann zur Institutsleitung

DJI-Forschungsdirektorin Prof. Dr. Susanne Kuger © Stefan Obermeier, München

14. September 2023 -

Prof. Dr. Susanne Kuger rückt in ihrer neuen Position an die Seite von Prof. Dr. Sabine Walper, Direktorin des Deutschen Jugend­instituts (DJI), und folgt gleichzeitig auf deren ehemalige Stelle: Vor gut zwei Jahren übernahm Walper nach zehn Jahren als Forschungsdirektorin die Leitung des Hauses.

Susanne Kuger kennt das DJI gut: Fünfeinhalb Jahre leitete die Diplom­psychologin, die auch Professorin für Empirische Sozial- und Bildungs­forschung im Kinders- und Jugendalter an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ist, das „Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden“. In dieser zentralen DJI-Abteilung werden unter anderem die Daten für die großen Surveys erhoben und ausgewertet, darunter „Auf­wachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A) und die „DJI-Kinder­betreuungsstudie“ (KiBS) sowie „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung“ (ERiK) in Kooperation mit dem Forschungs­verbund DJI/TU Dortmund. Darüber hinaus entwickelt die Abteilung neue Forschungsmethoden und berät Wissenschaftler:innen des ganzen Instituts bei methodischen Fragen.

In ihrer neuen Position, bei der es vor allem darum gehen wird, an der Seite von Sabine Walper die Forschung im Haus voranzutreiben, bringt Susanne Kuger entsprechend Expertise in quantitativen und qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung mit. „Bei den Wissenschaftler­:innen das Bewusstsein für die Vielfalt methodischer Herangehensweisen zu schärfen, ist eines meiner Ziele“, sagt die 47-Jährige. „Außerdem liegt mir am Herzen, die interne und externe Vernetzung des Hauses zu inten­sivieren und zugleich die Arbeit der Kolleg:innen noch besser sichtbar zu machen“. Wie wichtig das ist, hat Kuger zuletzt in den Jahren 2020 bis 2022 als Mitglied des Leitungsteams der Corona-KiTa-Studie erfahren, für die am DJI Forschende aus unterschiedlichen Abteilungen mit Kolleg:innen des Robert Koch Instituts kooperierten, um die Herausforderungen für Kitas und Familien sowie die Rolle von Kita-Kindern im Pandemiegeschehen zu untersuchen.

Susanne Kuger bringt als Bildungsforscherin auch Know-how zum Thema soziale Ungleichheiten mit: Nach dem Studium in Würzburg und der Promotion an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg im Jahr 2011, arbeitete sie mehrere Jahre am Leibniz-Institut für Bildungs­forschung und Bildungsinformation in Frankfurt am Main, wo sie unter anderem im internationalen Konsortium der PISA-Studie 2015 mitwirkte. Danach folgte die Habilitation in Bamberg und der Wechsel ans DJI, das in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert und sich seit dem Jahr 1963 zu einem der größten sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitute der Bundesrepublik entwickelte.

Vita und Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Susanne Kuger [1]60 Jahre DJI: Geschichte und eine Auswahl an Forschungsthemen [2]