Start der bundesweiten Befragungen zur KiTa-Qualität

Die umfassende Erhebung „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung“ (ERiK) bietet Einblicke in die Qualität in der Kindertagesbetreuung

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16. April 2026 -

Zum vierten Mal startete Anfang März 2026 die bundes­weite Datenerhebung aus dem Projektvorhaben „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung“, kurz ERiK, des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Wie in den vergangenen Surveys werden in Kooperation mit dem Sozialforschungsinstitut infas die Hauptakteure des Systems der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung befragt: pädagogisches Personal, Leitungen von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegepersonen, Jugendämter und Trägereinrichtungen sowie Eltern. Die individuelle Perspektive der Akteure auf deren Situation im System wird in den Erhebungen aufgezeigt. Dabei geht es nicht um die Bewertung einzelner Institutionen oder Personen. Der Fokus liegt vielmehr auf den Rahmenbedingungen, anstehenden Veränderungen und Herausforderungen.

Mit der Technischen Universität (TU) Dortmund als Kooperationspartner wertet das DJI-Projektteam sowohl die erhobenen Surveydaten als auch amtliche Daten zur Kindertagesbetreuung aus. Mit dieser Kombination aus Daten amtlicher Statistiken und Befragungsdaten bietet das ERiK-Vorhaben eine einmalige Grundlage für das Monitoring zum Kita-Qualitätsgesetz und die jährlichen Berichte des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). 

Neue Inhalte der ERiK-Befragungen 2026

Viele Inhalte der vorherigen Erhebungen 2020, 2022 und 2024 werden fortgeführt, um Herausforderungen sowie Entwicklungen über die Jahre abbilden zu können. Darüber hinaus ergänzen den Survey vertiefende Fragen sowie aktuelle Themen und Neuerungen. Hier einige Beispiele:

In der Jugendamtsbefragung wurden Aspekte der Bedarfsplanung für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung ergänzt. Die Träger­befragung weitet Fragen zu Fort- und Weiterbildung aus und fragt nun auch systematisch ab, ob Fortbildungspflichten inhaltlich an bestimmte Themen gebunden sind. Bei der Leitungsbefragung wurden zwei Aspekte zum Kinderschutz ergänzt, etwa, ob es Mitteilungen über Kindeswohl­gefährdung an das Jugendamt gab. Der Fragebogen zur Kindertagespflege wurde im Bereich systematischer Beobachtung kindlicher Entwicklung erweitert. Für das pädagogische Personal gibt es neue Fragen zur Fachkräftebindung, wie beispielsweise zum Grad der Bindung an die Einrichtung.

„Mithilfe der Ergebnisse der ERiK-Surveys können seit dem Jahr 2020 kontinuierlich sowohl die Rahmenbedingungen in der Kindertages­betreuung als auch die jeweilige Situation vor Ort beschrieben werden. Insbesondere die verschiedenen Perspektiven, die wir einbeziehen, erlauben tiefere Einblicke“, betont Dr. Franz Classe, der zusammen mit Dr. Yasmin Öztürk das ERiK-Projekt leitet. „So greifen Aussagen aus den verschiedenen Surveys ineinander, wie beispielsweise Vorgaben zu Fortbildungen auf übergeordneter Ebene, die Leitungen und das pädagogische Personal betreffen. Gleiches gilt für die Bedarfsplanung, die ebenfalls multiperspektivisch erhoben wird und damit neue Einblicke liefert,“ ergänzt Öztürk.

Weitere Informationen zur aktuellen Befragung und Flyer mit ausgewählten Ergebnissen der vorherigen Befragung zum Download[1]
Kontakt
Dr. Franz Classe
Projektleitung ERiK
Tel.: 089/62306-207
classe@dji.de

Dr. Yasmin Öztürk
Projektleitung ERiK
Tel.: 089/62306-209
oeztuerk@dji.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089 62306-173
waldschuk@dji.de