Prof. Sabine Walper neue Direktorin des Deutschen Jugendinstituts

Ab Oktober übernimmt die bisherige Forschungsdirektorin die Institutsleitung des DJI von Prof. Thomas Rauschenbach

15. September 2021 -

Prof. Dr. Sabine Walper wurde vom Kuratorium des Deutschen Jugendinstituts zur neuen Direktorin gewählt. Ab Oktober tritt sie damit die Nachfolge von Prof. Dr. Thomas Rauschenbach an. Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend Christine Lambrecht gratuliert Prof. Walper zur Wahl und dankt Prof. Rauschenbach herzlich zum Abschied.

Prof. Sabine Walper war bereits vor Beginn ihrer Forschungsarbeit am DJI vor fast 10 Jahren in erster Linie im Bereich der Familienforschung tätig, immer mit engen Bezügen zu Kindheits- und Jugendforschung. Diese Schwerpunkte hat sie am DJI weiterverfolgt.

 

Eine reizvolle Aufgabe an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis
„Das DJI hat eine zentrale strategische Bedeutung für die Familien-, Kinder- und Jugendpolitik. Auf der Basis unserer Forschung habe ich hier die Möglichkeit, die Praxis mitzugestalten, die Politik zu beraten und bei der Ausgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe mitzuwirken. Dies sind für mich ausgesprochen reizvolle Aufgaben,“ betont Walper.

Als Vorsitzende der unabhängigen Sachverständigenkommission wirkte Prof. Sabine Walper entscheidend an der Erstellung des kürzlich erschienenen Neunten Familienberichts der Bundesregierung mit dem Titel „Eltern sein in Deutschland“ mit.

Wichtiger Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist zudem die Survey-Forschung, insbesondere die regelmäßigen Erhebungen des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten – AID:A“. Die Daten liefern wertvolle Erkenntnisse zu den Lebensbedingungen, Alltagspraxen, Orientierungen und zum Wohlergehen junger Menschen und Familien.

 

DJI gibt unter Leitung von Prof. Thomas Rauschenbach wichtige gesellschaftspolitische Impulse
Mit der Übernahme der Institutsleitung durch Prof. Walper, verabschiedet sich Prof. Rauschenbach nach fast 20 Jahren als Leiter des DJI in den Ruhestand.

Unter seiner Führung expandierte das DJI stark und war entscheidend an gesellschaftspolitischen Weichenstellungen wie Kita-Ausbau und dem Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder beteiligt. Zudem wirkte das DJI mit seiner integrierten Surveyforschung maßgeblich an der Sozialberichterstattung in Deutschland mit.

 

Informationen zum DJI
Das Deutsche Jugendinstitut e.V. (DJI) ist eines der größten sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitute Europas. Seit über 50 Jahren erforscht es die Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien, berät Bund, Länder und Gemeinden und liefert wichtige Impulse für die Fachpraxis.

Träger des 1963 gegründeten Instituts ist ein gemeinnütziger Verein mit Mitgliedern aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie. Aktuell arbeiten und forschen knapp 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den beiden Standorten München und Halle (Saale).

 

Kontakt
Martin Kern
Abteilung Medien und Kommunikation
089/62306-397
mkern@dji.de