Gleiche Chancen in der Frühen Bildung

„Zugangshürden im Kita-System abbauen: lokale Steuerungsansätze in internationaler Perspektive“ war das Thema einer Fachtagung in Berlin

Foto: Grafic Recording Sandra Bach (Sanduschka. Raum für Gestaltung)

29. Oktober 2019 -

Die Zugangsbedingungen zu Angeboten der Frühen Bildung in Deutschland und international unterscheiden sich zum Teil erheblich. Die stark variierenden lokalen Rahmenbedingungen sind bislang jedoch kaum erforscht. Besonders für Familien in benachteiligten Lebenslagen sind gute Startchancen jedoch entscheidend.

Auf der Fachtagung des Internationalen Zentrums Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (ICEC) am Deutschen Jugendinstitut (DJI) diskutierten Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Fachpraxis vom 22. bis 23. Oktober 2019 über Handlungsspielräume und Herausforderungen in der lokalen Gestaltung von Kita-Zugängen. Das ICEC hat die Aufgabe, internationale Betreuungssysteme zu beobachten, Erfahrungen und Forschungsergebnisse zu bündeln sowie gute Praxis zu identifizieren und Entwicklungen im Bereich frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung mitzugestalten.

Forscherinnen stellten auf der Veranstaltung unter anderem vorläufige erste Ergebnisse der „Equal Access Studie“ (2017-2020) vor. Diese Studie des ICEC untersucht strukturell bedingte Hürden beim Zugang zu frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) in Deutschland, Kanada und Schweden. Die Wissenschaftlerinnen analysierten hier Gestaltungsansätze auf lokaler Ebene, mit denen Hürden abgebaut werden sollen. Ausgangspunkt bildet dabei die Frage, welche Rolle institutionelle Rahmenbedingungen und Steuerungsprozesse bei der Erklärung (un)gleicher Zugangsbedingungen spielen.

Die ersten Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Kommunen in allen drei Ländern weiterhin vor der Herausforderung stehen, ausreichend Plätze zu schaffen. Zentrale zugangsrelevante Aspekte wie eine umfassende Informationspolitik oder individuelle Bedarfsgerechtigkeit in der Platzvergabe werden noch nicht überall ausreichend berücksichtigt. Die Kommunen verfolgen unterschiedliche Ansätze, um auf bestehende Zugangshürden zu reagieren.

Tagungsprogramm
Equal Access Studie

 

Kontakt

Sabrina Mannebach
Wissenschaftliche Referentin
Deutsches Jugendinstitut
Tel.: +49 89 62306 387
mannebach@dji.de

Britta Menzel
Wissenschaftliche Referentin
Deutsches Jugendinstitut
Tel.: +49 89 62306 128
menzel@dji.de

Dr. Antonia Scholz
Wissenschaftliche Referentin
Deutsches Jugendinstitut
Tel.: +49 89 62306 370
ascholz@dji.de

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
Deutsches Jugendinstitut
Tel.: +49 89/62306-311
horn@dji.de

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