Ganztagsschulen: Lernen aus 15 Jahren Forschung

Eine Tagung bilanziert, was die „Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen“ (StEG) für die Weiterentwicklung der Ganztagsschullandschaft geleistet hat

08. November 2019 -

Die 2005 gestartete und von mehreren Forschungseinrichtungen durchgeführte Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) wird heute auf einer Tagung in Berlin diskutiert. Welche Impulse konnte die wissenschaftliche Arbeit geben? Welche Erkenntnisse hat die Forschung erbracht? Welche Herausforderungen meistert die Ganztagsschule? Welche Entwicklungspotenziale können ausgeschöpft werden? Diese und viele weitere Fragen diskutieren die Teilnehmenden aus Schulpraxis, Wissenschaft und Politik.

Forschungsergebnisse aus dem Deutschen Jugendinstitut (DJI)

„Lernfelder  Teilnahme(entscheidungen) und Bildungspotentiale aus Sicht von Eltern und Schüler*innen“ ist das Thema des Workshops der Wissenschaftlichen Referentinnen und Referenten des DJI: Bettina Arnoldt, Peter Furthmüller, Dr. Susanne Gerleigner und Alexander Kanamüller. Sie präsentieren Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von Eltern und deren Kindern an Halb- und Ganztagsschulen. Anhand von drei Thesen besprechen sie im Workshop die Themen: Schulwahlentscheidung im Kontext von elterlichen Vorstellungen zu individueller Förderung und Ganztag, das kindliche Erleben des Übertritts, die Wirkung der Teilnahme nach Schul- und Angebotsform sowie Veränderungen von Freizeitaktivitäten und Freundschaftsbeziehungen durch Ganztagsschulbesuch. Ihre Thesen lauten: Die elterliche Vorstellung von individueller Förderung spielt für die Wahl einer Ganztagsschule an nicht-gymnasialen Schulformen eher eine Rolle als an Gymnasien. Durch den schulischen Ganztag werden mögliche Probleme nach dem Übertritt in die Sekundarstufe I besser abgefedert. Wenn die Teilnahme an Angeboten einen Effekt auf Schulnoten hat, dann nicht im Ganztag und nur an Gymnasien.

Ein weiterer Beitrag des DJI: In einem Forum der Tagung berichtet Dr. Christine Steiner, Wissenschaftliche Referentin, über „Multiprofessionelle Kooperation und Kooperationspartner“. Anhand vorliegender wissenschaftlicher Befunde zur Arbeit in multiprofessionellen Ganztagsteams und zur Kooperation zwischen Ganztagsschulen und außerschulischen Bildungsakteuren bespricht sie, ob und welche Bedarfe künftig verändert und weiterentwickelt werden sollten. 


Presseinformation

Tagungsprogramm


Kontakt

Bettina Arnoldt
Wissenschaftliche Referentin DJI
Tel.: 089/62306-334
arnoldt@dji.de

Philip Stirm
Referat Kommunikation DIPF
Tel.: 069 24708-123
stirm@dipf.de
www.dipf.de

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation DJI
Tel.: 089/62306-311
horn@dji.de

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