Erzieher:innen finden nach ihrer Ausbildung schneller Arbeit als Absolvent:innen eines kindheitspädagogischen Studiums
Nach durchschnittlich 1,5 Monaten treten frisch ausgebildete Erzieher:innen ihre erste Stelle an, Absolvent:innen eines kindheitspädagogischen Studiums benötigen etwa einen Monat länger.
Mit dem Berufseinstieg werden wichtige Weichen für die weitere Erwerbsbiografie gestellt. Im Rahmen einer Panelstudie begleitete die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) des Deutschen Jugendinstituts (DJI) in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt 1.575 frisch ausgebildete Erzieher:innen und Kindheitspädagog:innen beim Übergang in den Beruf. Die Studie untersucht, wie sie in den Arbeitsmarkt einmünden und wie sie diese Phase erleben.
Wie schnell der Berufseinstieg gelingt, hängt vom Qualifikationsweg ab (Abbildung 1). Erzieher:innen fanden im Durchschnitt bereits nach 1,5 Monaten eine Stelle. Kindheitspädagog:innen ohne vorherigen Abschluss als Erzieher:in benötigten mit durchschnittlich 2,5 Monaten etwas länger. Am schnellsten gelang der Einstieg Kindheitspädagog:innen, die bereits über einen Abschluss als Erzieher:in verfügten. Sie waren bereits nach durchschnittlich 1,2 Monaten im Erwerbsleben angekommen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass viele von ihnen berufsbegleitend studiert und ihre Tätigkeit während des Studiums nicht unterbrochen hatten.
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Der schnelle Berufseinstieg steht auch mit den bereits während der Qualifizierung gesammelten Berufserfahrungen in Zusammenhang. So waren 53 Prozent der Erzieher:innen und 49 Prozent der Kindheitspädagog:innen mit vorherigem Abschluss als Erzieher:in bereits während ihrer Qualifizierung bei ihrem heutigen Arbeitgeber tätig (Abbildung 2). Bei Kindheitspädagog:innen ohne vorherigen Abschluss traf dies lediglich auf 37 Prozent zu. Erzieher:innen kommen demnach häufig schon früh mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt, was den Übergang in den Beruf erleichtert. Zugleich zeigt sich, dass insbesondere angehende Fachkräfte aus dualisierten Ausbildungs- und Studienformaten bereits während der Qualifizierung bei ihrem späteren Arbeitgeber beschäftigt sind. Dies spricht dafür, dass Träger diese Formate gezielt nutzen, um Nachwuchskräfte zu gewinnen.
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Über die WiFF-Panelstudie
Mit der Panelstudie untersucht die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte die Ausbildung, Berufseinmündung und den beruflichen Verbleib von Erzieher:innen und Kindheitspädagog:innen. Für die erste Befragungswelle wurden zwei Kohorten von Absolvent:innen der Abschlussjahrgänge 2024 und 2025 kurz vor Ende ihrer Ausbildung beziehungsweise ihres Studiums befragt. Die zweite Welle folgte jeweils etwa neun Monate nach dem Abschluss im Frühjahr 2025 und 2026. An der ersten Welle haben sich insgesamt rund 14.500 angehende Fachkräfte beteiligt, rund 1.500 von ihnen konnten für die zweite Befragungswelle gewonnen werden. Von Mai bis Juli 2026 lief die dritte Welle, in der die Teilnehmenden etwa zwei Jahre nach ihrem Berufseinstieg erneut befragt wurden.
WiFF Studie kompakt „Erzieher:innen und Kindheitspädagog:innen im Berufseinstieg: Platzierung, Onboarding, Belastung“[3]WiFF-Panelstudie „Ausbildung und Berufsverbleib pädagogischer Fachkräfte“[4]
Kontakt
Susanne Wirag
Wissenschaftliche Referentin der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)
Tel: 089/62306-399
wirag@dji.de
Annemarie Schuldt
Wissenschaftliche Referentin der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)
Tel: 089/62306-249
schuldt@dji.de
Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-173
waldschuk@dji.de