Bildungserfolg von Schulen in benachteiligten Lagen verbessern

Wissenschaftliche Recherche zum aktuellen Forschungsstand mit Praxisbeispielen

29. Juli 2019 -

Kinder mit einer schwierigen sozialen Herkunft haben oft schlechte Chancen beim Zugang zu höherer schulischer Bildung. Zudem leben sie häufig in Stadtvierteln, mit einer hohen Konzentration an benachteiligten Menschen. Wie kann man Schulen in diesen Wohnvierteln dabei unterstützen, gute Bedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen und ihnen somit höhere Bildungsabschlüsse ermöglichen.

Forscherinnen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) analysierten den aktuellen Forschungsstand zu Schulen in Gegenden, die als „soziale Brennpunkte“ gelten. Doch durch welche Merkmale lassen sich Schulen in benachteiligten Lagen bestimmen? Die Expertinnen identifizierten Indikatoren, mittels derer diese Schulen definiert werden können, wie die sozioökonomische Lage der Familien, bespielweise gemessen durch die Arbeitslosigkeit oder den Bezug von Transferleistungen wie Arbeitslosengeld II sowie Sprachfähigkeiten oder den Migrationshintergrund. Ausgangspunkt für die Untersuchung ist vorhandenes nationales und internationales Datenmaterial.

Fazit der Untersuchung: Die Analyse der jeweiligen regionalen Herausforderungen und offene Gesprächsformate sind erste Schritte für Verbesserungsprozesse. Schulleitungen tragen maßgeblich dazu bei, alle Beteiligten zu motivieren und Veränderungsprozesse mit Unterstützung von Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Jugendhilfe in Gang zu setzen. Der Austausch über Erfolgsmodelle und die Unterstützung beim Monitoring von schulbezogenen Daten kann die die Schulentwicklung fördern. Insgesamt ist eine Balance aus eigenverantwortlichen Aktivitäten der Schule und Steuerung durch Schulentwicklungsprogramme hilfreich.

Sarah Beierle, Carolin Hoch, Birgit Reißig, Schulen in benachteiligten sozialen Lagen – Untersuchung zum aktuellen Forschungsstand mit Praxisbeispielen

„Forschungsschwerpunkt Übergänge im Jugendalter“

Kontakt:
Prof. Dr. Birgit Reißig
Leiterin des „Forschungsschwerpunkts Übergänge im Jugendalter“ und der Außenstelle des DJI in Halle
Tel.: 0345/68178-33
reissig@dji.de


Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-311
horn@dji.de

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