Über autoritäre Haltungen in „postfaktischen“ Zeiten
Neues Buch von Dr. Björn Milbradt im Verlag Barbara Budrich erschienen
Angesichts des Erstarkens rechtspopulistischer und autoritärer Bewegungen – nicht nur in Europa, sondern weltweit – widmet sich der Autor mithilfe soziologischer und sozialphilosophischer Theorien zwei Begriffen, die derzeit zur Beschreibung der politischen Lage Konjunktur haben: Autoritarismus und Postfaktizität.
Nach Ansicht des Autors sind postfaktische und autoritäre Haltungen verbunden mit einem Zerfall menschlicher Selbst- und Weltbezüge, der moderne demokratische Gesellschaften in Gefahr bringt. Diese Bedrohung verlangt nach einer entsprechend grundlegenden gesellschaftlichen Antwort.
Das Buch trägt dazu bei, Symptome wie Ursachen der intensiv und kontrovers diskutierten gegenwärtigen Entwicklungen zu verstehen und ordnet sie in einen theoretischen Horizont ein.
Dr. Björn Milbradt[1] ist Leiter der Fachgruppe „Politische Sozialisation und Demokratieförderung“ am Deutschen Jugendinstitut in Halle (Saale).