Sexuelle Gewalt in der Schule
Ergebnisse einer DJI-Befragung von 4.300 Jugendlichen

Die meisten Jugendlichen fühlen sich nach eigenen Angaben zwar ausreichend über die Themen der Sexualpädagogik informiert, allerdings sieht knapp die Hälfte der Befragten ein persönliches Wissensdefizit beim Thema sexuelle Gewalt; mehr als ein Drittel wünscht sich explizit, mehr darüber zu erfahren.
Das ist ein Ergebnis einer DJI-Studie, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Ziel finanziert hat, Schulen zu einem sicheren Ort zu machen.
Der DJI-Studie zufolge sind 60% der befragten Jugendlichen schon einmal Opfer einer verbalen sexuellen Belästigung geworden. Rund 40% gaben an, dass in den vergangenen drei Jahren Witze über ihren Körper gemachte wurden; ebenso viele sagten, über sie seien üble Gerüchte verbreitet worden. Insgesamt sind Mädchen laut der Studie häufiger Opfer von sexuellen Belästigungen als Jungen. Die meisten Betroffenen (61%) erzählen Gleichaltrigen vom Erlebten, nur wenige (15%) wenden sich bei Problemen an das Schulpersonal.
Für das DJI-Projekt „Wissen von Schülerinnen und Schülern über sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten“ wurden mehr als 4.300 Schüler/innen der 9. Jahrgangsstufe sowie Leitungen von knapp 130 Schulen in den Bundesländern Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen befragt.
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Beitrag zur Studie in der Süddeutschen Zeitung vom 11.9.2017: Angemacht, bedrängt, gezwungen[1]
Weitere Informationen
DJI-Projekt: Wissen von Schülerinnen und Schülern über sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten[2]