Auszeichnung

Max-Weber-Preis für DJI-Forscher Alexander Leistner

V.l.n.r.: Prof. Dr. Hartmut Rosa (Direktor des Max-Weber-Kollegs), PD Dr. Christoph Henning (Max-Weber-Preis für die Habilitation) und Dr. Alexander Leistner (Deutsches Jugendinstitut).
11. Januar 2017 -

Der Soziologe <link ueber-uns mitarbeiterinnen detailansicht mitarbeiter alexander-leistner.html>Dr. Alexander Leistner hat den Max-Weber-Preis 2017[1] erhalten. Die offizielle Verleihung hat am 9. Januar im Rahmen der Jahresfeier des Max-Weber-Kollegs an der Universität Erfurt stattgefunden. Leistner (Jg. 1979), der 2012 zum Deutschen Jugendinstitut kam, arbeitet derzeit als wissenschaftlicher Referent in einem Projekt der DJI-Außenstelle in Halle, in dem das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ evaluiert wird. Seine über 400 Seiten starke Dissertation „Soziale Bewegungen. Entstehung und Stabilisierung am Beispiel der unabhängigen Friedensbewegung in der DDR“ reichte er 2014 an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie der Universität Leipzig ein; 2016 ist sie im Konstanzer UVK Verlag erschienen. Richard Rohrmoser (Universität Mannheim) würdigt die Publikation in seiner Rezension[2] als „scharfsinnige historische Fallstudie zur Entstehung und Entwicklung der staatsunabhängigen DDR-Friedensbewegung. Als familienbiographisch in die Geschichte dieser Bewegung verstrickter Forscher versucht er wissenschaftlich aufzuarbeiten, was Menschen über Jahrzehnte dazu motivierte, einigermaßen aussichtslos den (kriegs)gesellschaftlichen Verhältnissen die Stirn zu bieten. Er liefert dabei mit scholastischer Hingabe ein soziologisch-zeitgeschichtliches Werk, das durch einen hohen Grad an Eigenständigkeit besticht und somit eine Leerstelle in der Bewegungsforschung schließt.“