Politik
Kinder wollen mitreden – Erwachsene müssen Macht abgeben

Am 17. Oktober 2016 diskutierten in Berlin erstmals Forscher/innen aller drei großen deutschsprachigen Jugendstudien gemeinsam über die politische Beteiligung von Kindern. An der Veranstaltung in den Räumen der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft nahmen auch der Deutsche Kinderschutzbund und für die Politik Bundestagspräsidentin a. D. Professor Rita Süssmuth teil. LBS-Kinderbarometer, Shell-Jugendstudie und die AID:A-Studie des Deutschen Jugendinstituts messen seit Jahren ein hohes Interesse der jungen Generation am Geschehen in der eigenen Umgebung. Allerdings fühlen sich die Kinder häufig von den Erwachsenen nicht mitgenommen. Die AID:A-Studie des DJI bestätigt das kritische Bild der 16- bis 29-Jährigen von der konventionellen Parteienpolitik. „Stattdessen gibt es eine zunehmende protest- und aktionsorientierte Beteiligung der Jugendlichen“, so Professor Bernhard Kalicki, Leiter der Abteilung Kinder und Kinderbetreuung. Für die Beteiligung an Protestaufrufen oder Kaufboykotten spielten die neuen Möglichkeiten des Internets eine begünstigende Rolle.
Lesetipp: Martina Gille (DJI/AID:A) in Jung – politisch – aktiv?![1] und Aufwachsen in Deutschland heute[2]