Unter welchen Umständen beenden jugendliche Gewalttäter ihre kriminelle Karriere?
Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht hatte vom 31. März bis 1. April zu einem Workshop nach Freiburg eingeladen. Dort diskutierten Kriminologinnen und Kriminologen aus England, Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Russland und Deutschland über das Thema Desistance-Processes among Young Offenders following Judicial Interventions[1]. Die Soziologin und Kriminologin Dr. Diana Willems[2] (DJI) stellte in ihrem Vortrag „In and out – Young multiple offenders in between youth services and justice system“ Auswertungen multiperspektivischer Fallstudien vor. In deren Mittelpunkt steht die Frage, welche Konstellationen ermöglichen bzw. verhindern Desistance-Prozesse (d.h. Abbrüche von Delinquenz) bei besonders belasteten, mehrfach auffälligen und gewalttätigen Jugendlichen. Die Ergebnisse basieren auf dem Forschungsprojekt „Jugendliche Gewalttäter zwischen Jugendhilfe- und krimineller Karriere[3]“ der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am DJI.