Familie ist kein Luxus. Lassen wir Familien nicht im Regen stehen

03. Februar 2016 -

So lautete das Motto der diesjährigen sozialpolitischen Tagung der Caritas Schweiz, die in Bern stattfand. Anlass war u.a. die Kritik der OECD an der schweizerischen Familienpolitik: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei unzureichend, die Kinderbetreuung zu teuer und die finanzielle Absicherung von Kindern aus sozial schwachen Familien ungenügend. Dr. Karin Jurczyk, Leiterin der DJI-Abteilung Familie und Familienpolitik, stellte in ihrem Referat über die Situation in Deutschland die familienpolitischen Unterstützungsinstrumente den aktuellen Belastungslagen von Familien gegenüber. Dabei argumentierte sie, dass die Familienpolitik allzu häufig einem verkürzten ökonomischen Imperativ folge: Es gelte zuallererst, Frauen und Mütter in den Arbeitsmarkt zu integrieren und das Humankapital der Zukunft zu fördern. Dieser ökonomische Fokus bestimme wesentlich, welche Familien gefördert werden – und welche nicht. Müttererwerbstätigkeit allein reiche nicht, um Familienarmut zu vermeiden.

Vortragsfolien[1]