Anja Linberg ist neue Leitung der Fachgruppe „Pädagogische Konzepte für die Kindheit“

Schwerpunkte ihrer Forschung sind Interaktionen zwischen Kindern, Eltern und Fachkräften – und ihre Bedeutung für frühe Lern- und Entwicklungsprozesse

Foto: Inge Kraus/DJI

12. Januar 2026 -

Die Pädagogin Dr. Anja Linberg leitet seit 1. Januar 2026 die Fachgruppe „Pädagogische Konzepte für die Kindheit“ in der Abteilung „Kinder und Kinderbetreuung“ am Deutschen Jugendinstitut (DJI). Die Fachgruppe beschäftigt sich mit Konzepten der pädagogischen Praxis, unter anderem in Kindertages­einrichtungen, Krippen, Kindertagespflege sowie in Horten und Ganztagsangeboten an Grundschulen. Kinder verbringen heutzutage schon früh und immer mehr Zeit in Bildungseinrichtungen. Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsteam wie pädagogische Fachkräfte in Interaktionen handeln, was Kinder dabei erleben und wie sich dies auf ihre Entwicklung auswirkt. „Es geht um das Wohl­befinden von Kindern als Grundlage jeglichen Lernens, aber auch um Kompetenzen und Fähigkeiten,“ erklärt Linberg, die bereits seit dem Jahr 2019 am DJI tätig ist. Die Forschungsarbeit der Fachgruppe diene gleichzeitig auch dazu, die Entwicklung pädagogischer Konzepte und die Qualität pädagogischen Handelns zu stärken. 

In ihrer Forschung befasst sich Anja Linberg insbesondere mit der Qualität von Interaktionen zwischen Eltern und Kindern sowie zwischen pädagogischen Fachkräften und Kindern und deren Bedeutung für frühe Lern- und Entwicklungsprozesse. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Interaktionen in der Kita für frühe mathematische Kompetenzen, unter anderem im Kooperations­projekt „EarlyMath - Frühe mathematische Entwicklung und die Bedeutung von Interaktionsqualität in Kindertages­einrichtungen“, das von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG) gefördert wird und das Linberg in die Fachgruppe einbringt: Welchen Einfluss hat die Qualität der Interaktionen auf mathematisches Denken, Sprache und spielerisches Lernen und wie kann das pädagogische Personal sein Handeln durch Fortbildungen weiterentwickeln, um die Kompetenzen der Kinder früh zu fördern?

„Ich freue mich sehr darauf, die Fachgruppe gemeinsam mit dem Team weiterzuentwickeln und künftig neben dem bestehenden Fokus auf Interaktionsqualität, inklusiver Bildung auch das Forschungs­gebiet der Sprachbildung wieder zu stärken“, sagt Anja Linberg. Bereits seit Anfang der 2000er Jahre hat das DJI in mehreren Projekten Konzepte zur sprachlichen Bildung von Kindern in Kitas sowie zur Qualifizierung von Fachkräften entwickelt. „Besonders wichtig ist mir dabei, qualitative und quantitative Forschungs­methoden sinnvoll miteinander zu verbinden“, betont Linberg. Bislang verantwortete sie im DJI-Survey „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“, kurz AID:A, Analysen und methodische Weiter­entwicklungen im Themenbereich Kindheit. Zuvor war sie am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe in Bamberg sowie am Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg tätig, wo sie im Jahr 2017 promovierte. Sie bringt damit umfangreiche Erfahrung in der Durchführung von Forschungs­projekten und der Einwerbung von Drittmitteln mit. Dabei und durch Stipendien baute sie sich zudem Netzwerke auf, die sie für neue Kooperationen nutzen möchte.

Anja Linberg folgt als Fachgruppenleitung auf Dr. Katja Flämig, die eine Professur an der Evangelischen Hochschule Dresden übernommen hat.

Fachgruppe „Pädagogische Konzepte für die Kindheit“[1]

Kontakt
Dr. Anja Linberg
Leitung der Fachgruppe „Pädagogische Konzepte für die Kindheit“
089 62306-597
linberg@dji.de

Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
089 62306-446
hofele@dji.de