Online Lunchbag Session

Bildungsentscheidungen in finanziell prekär lebenden Familien

Datum: 28. September 2022 13:00 Uhr - 14:00 Uhr

In Deutschland ist die Herkunftsfamilie nach wie vor ein entscheidender Faktor für den Bildungsverlauf. Gerade mit Blick auf die Folgen der COVID-19-Pandemie hat deshalb die Frage, wie sich die Bildungs­beteiligung von Kindern in prekären und armutsgefährdeten Lebenslagen vollzieht, noch einmal an Dringlichkeit gewonnen.

Am Beispiel von Schulen und Familien in der Stadt München zeigt der Vortrag auf, wie Lehrkräfte sowie Eltern und Kinder in armutsgefährdeten Familien den Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule der Sekundarstufe I erleben. Im Fokus stehen dabei Herausforderungen sowie Erfahrungen der Familien mit Unterstützungsoptionen, die potenziell dazu beitragen, dass die Kinder chancenreiche Bildungswege beschreiten können.

Vortrag:

Ramona Schneider, M.A. ist Doktorandin am Promotionszentrum Soziale Arbeit in Hessen und untersucht als wissenschaftliche Referentin im Projekt „Zusammenhänge zwischen prekären Lebenslagen und Bildungsverläufen“ am Deutschen Jugendinstitut e.V. die Perspektive von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen Gender und soziale Ungleichheiten in pädagogischen Institutionen.

Klara Lüring, M.A. untersucht als wissenschaftliche Referentin im Projekt „Zusammenhänge zwischen prekären Lebenslagen und Bildungsverläufen“ am Deutschen Jugendinstitut e.V. die Perspektive der Eltern und Kinder auf Übertrittsentscheidungen. Ihre Forschungsinteressen liegen insbesondere im Bereich der Erziehung, Bildung und Migration mit Fokus auf Familien.

Dr. Claudia Zerle-Elsäßer ist seit 2005 Mitarbeiterin am Deutschen Jugendinstitut in München und leitet dort seit 2014 die Fachgruppe „Lebenslagen und Lebensführung von Familien“. Zu ihren Schwerpunktthemen gehören die Themen „Elternschaft und Erziehung“ mit Schwerpunkten auf „(aktiven) Vätern“ sowie „Digitalisierung von Familie“.

Hannah Steinberg ist Soziologin und wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut in der Abteilung Familie und Familienpolitik. Sie beschäftigt sich dort mit dem Thema Familie und Bildung und setzt sich in ihrer Promotion mit der Entstehung und Beschreibung von sozialen Ungleichheiten in frühen Bildungs- und Betreuungsentscheidungen auseinander.

Dr. Christine Steiner ist Sozialwissenschaftlerin und am DJI im Forschungsschwerpunkt „Übergänge im Jugendalter“ tätig. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit Fragen der Bildungs- und Jugendforschung. Zu ihren Schwerpunkthemen gehören Untersuchungen zu Bildungsverläufen und -entscheidungen, zur Ganztagsschul- und pädagogischer Professionsentwicklung.