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SUMMARY:Partizipativ\, kontextsensitiv\, evidenzbasiert: Ein sozio-technisc
 hes Modell zur Implementierung generativer KI in der Jugendhilfe
DESCRIPTION:Der zunehmende Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz in 
 personenbezogenen Handlungsfeldern – insbesondere in psychosozialen Unte
 rstützungs- und Jugendhilfekontexten – verspricht Effizienzgewinne und 
 neue Zugänge zu Beratung und Information. Gleichzeitig bestehen erheblich
 e Unsicherheiten hinsichtlich Wirksamkeit\, Risiken und ethischer Verantwo
 rtbarkeit. Generative Systeme operieren dynamisch\, adaptiv und teils intr
 ansparent\; ihre Effekte entstehen nicht allein durch technische Funktiona
 lität\, sondern im Zusammenspiel mit organisationalen Routinen\, professi
 onellen Praktiken und den Lebensrealitäten der Nutzer*innen. Klassische E
 valuationsansätze greifen daher zu kurz.Der Vortrag schlägt vor\, KI nic
 ht als isoliertes Werkzeug\, sondern als&nbsp\;sozio-technische Interventi
 on&nbsp\;zu verstehen. Auf dieser Grundlage wird ein theoretisches Modell 
 vorgestellt\, das das evidenzorientierte Interventionsverständnis des&nbs
 p\;Medical Research Council-Frameworks für Complex Intervention Research 
 um eine explizite sozio-technische Dimension erweitert. Während das MRC-M
 odell strukturierte Entwicklungs-\, Test- und Evaluationsphasen bereitstel
 lt\, ergänzt das vorgestellte Konzept diese Logik um Kontextsensitivität
 \, relationale Praxis\, partizipative Wissensproduktion und ethische Refle
 xivität. Ziel ist es\, die Wirkmechanismen KI-gestützter Anwendungen sys
 tematisch sichtbar und bewertbar zu machen und damit Nutzen\, Nebenfolgen 
 und unbeabsichtigte Effekte messbar zu erfassen.\nIn einem zweiten Schritt
  wird gezeigt\, wie dieses Rahmenmodell als partizipatives Lernsystem oper
 ationalisiert wird. Anhand eines Forschungsprojekts mit jungen Menschen in
  einem psychosozialen Unterstützungssystem werden ko-kreative Methoden\, 
 formative Evaluation und iterative Feedbackschleifen eingesetzt\, um Bedar
 fe\, Erwartungen und Risiken gemeinsam mit jungen Menschen und Fachkräfte
 n zu identifizieren. Chatbots werden dabei nicht vorausgesetzt\, sondern k
 ritisch geprüft: ob\, wann und in welcher Form ihr Einsatz tatsächlich s
 innvoll ist.\nDer Beitrag leistet damit einen konzeptionellen und methodis
 chen Vorschlag für eine evidenzbasierte\, ethisch informierte und Nutzer*
 innenorientierte Integration generativer KI in sozialen Diensten und verst
 eht Innovation als reflexiven\, lernenden und kontextgebundenen Prozess.\n
 Referentin:Annette Loy&nbsp\;ist Doktorandin am&nbsp\;University College C
 ork&nbsp\;und Mitglied des von Research Ireland geförderten&nbsp\;ADVANCE
  CRT Centre for Advanced Networks for Sustainable Societies.&nbsp\;Zuvor w
 ar sie in der Jugendhilfe\, Jugendberufshilfe und Jugendbildung in Bayern 
 und Berlin tätig. Diese Praxiserfahrung prägt ihren partizipativen\, nut
 zer*innenorientierten Forschungsansatz. Zudem lehrt sie im Masterstudienga
 ng Sozialmanagement an der&nbsp\;Paritätische Akademie Berlin. Weitere In
 formationen zu Publikationen und Projekten sind&nbsp\;online verfügbar.\n
 Moderation: Prof. Dr. Susanne Kuger\, DJI
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