Phase 2

 

In der zweiten Projektphase lag der Schwerpunkt der Evaluation auf der Weiterentwicklung des Umsetzungsprozesses der EU-Jugendstrategie in Deutschland. Einerseits standen die Wege, die die relevanten Akteure zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie ergriffen, im Fokus. Anderseits wurde analysiert, wie die Perspektiven junger Menschen in dem Umsetzungsprozess einflossen.

 

Wege der Umsetzung

Konkret wurde analysiert, auf welchen Wegen die relevanten Akteure im Themenbereich Partizipation zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie beitrugen. Hierfür wurde anhand des Themenbereichs Partizipation analysiert, welche Umsetzungswege ergriffen wurden.

Folgende Wege wurden beschrieben (vgl. Hofmann-van de Poll/Riedle/Friedrich 2019):

  • Verbreitung von elektronischen Dokumenten mit Informationen über die EU-Jugendstrategie und deren Umsetzung
  • Veranstaltungen zur Diskussion verschiedener Themen, zum Einbezug von Akteuren in die Umsetzung, zur Verbreitung von Informationen über die Umsetzung der EU-Jugendstrategie sowie zur Vernetzung der Akteure untereinander
  • Die Umsetzung der EU-Jugendstrategie über Projekte
  • Coachings für Fachkräfte zur Unterstützung einer internationaleren Ausgestaltung der eignen Arbeit

 

Neben diesen vier Wegen der Umsetzung, die sich auf Fachpraxis und junge Menschen als Zielgruppen beziehen, wurden in Deutschland weitere Wege der Umsetzung gewählt, die einen stärkeren politischen Charakter haben. Diese Wege zielten auf die Steuerung und Koordination des Prozesses bzw. eine tiefere Verankerung des Themas im Land:

  • Politische Impulssetzung durch Bündelung von Aktivitäten (bspw. durch das Ausrufen eines Themenjahrs oder die Durchführung von Aktionsprogrammen)
  • Einrichtung von Strukturen zur tieferen Verankerung des Themas bzw. zur Steuerung und Koordinierung des Prozesses

 

Perspektiven junger Menschen

Neben der Analyse der Umsetzungswege wurde evaluiert, auf welchem (strukturell abgesicherten) Weg die Perspektiven Jugendlicher in die nationale und europäische Umsetzung der EU-Jugendstrategie einfließen konnten und einfließen sollten. Mit dem Konsultationsverfahren des sog. Strukturierten Dialogs (seit 2019: EU-Jugenddialog) wurde im Rahmen der EU-Jugendstrategie 2010 – 2018 ein Instrument entwickelt, das genau dieses leisten sollte. Daher wurde der Frage nachgegangen, inwiefern die Meinungen von Jugendlichen über den Strukturierten Dialog in den Umsetzungsprozess einflossen. Die Evaluation zeigte, dass dies nur unzureichend geschah und keine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Meinungen der Jugendlichen im Umsetzungsprozess in Deutschland stattfand (vgl. Friedrich/Hofmann-van de Poll 2019).

Kontakt

+49 89 62306-109
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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