Wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland
Methodisches Vorgehen
Evaluationsdesign
Um eine Evaluation dieser Form der politischen Zusammenarbeit wie im Falle der Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland durchzuführen, brauchte es einen methodologischen Ansatz, der die Vielfalt der beteiligten Akteure, Ebenen und Gremien, aber auch die Prozesshaftigkeit der Umsetzung der EU-Jugendstrategie berücksichtigte. Die Interaktive Evaluation ist eine geeignete Methode, ein solch komplexes Gefüge zu untersuchen (vgl. Owen 2016; King/Stevahn 2013).
Methoden der Datenerhebung und -analyse
Aufgrund der Komplexität des Programmes wurde eine Kombination von Erhebungsmethoden eingesetzt:
- Qualitative leitfadengestützte Interviews: Zur Rekonstruktion der Perspektiven der Akteure der Gremien (Hauptbestandteil der Datengrundlage und Schwerpunkt der Analyse)
- Dokumentenanalyse: Schriftliche Dokumente wie Protokolle der Sitzungen der zentralen Gremien sowie Einladungen und Dokumentationen von Veranstaltungen
- Online-Fragebogen
- Teilnehmende Beobachtung
- Gruppendiskussionen
Auswertung der Daten
Das Datenmaterial (Interviews, Dokumente, offene Fragen im Fragebogen, Gruppendiskussionen) wurde auf der Basis des Verfahrens der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring (2013) analysiert. Zur Analyse wurde das Datenmaterial in die Analysesoftware MAXQDA eingelesen und mit Hilfe dieser ausgewertet. Anschließend wurden diese Ergebnisse hinsichtlich der Fragestellung interpretiert.
Die geschlossenen Fragen im Online-Fragebogen wurden einer Auswertung mit Hilfe des Statistikprogramms SPSS unterzogen. Dabei wurden überwiegend Kreuz- und Häufigkeitstabellen ermittelt und diese anschließend interpretiert.