3. Herstellung von Transparenz im Übergangsgeschehen

 

3.2 Schülerbefragungen

Schülerbefragungen können die periodische Berichterstattung kommunaler Berufsbildungsberichte ergänzen. Je nach Anlage liefern sie Planungsdaten aber auch Basisinformationen zum Übergangsgeschehen.

  • Schulabsolventen-Befragungen informieren zeitnah über die Pläne Jugendlicher für die Zeit nach der Schule, über ihre Erfahrungen mit Angeboten zur Vorbereitung auf den Übergang und über ihre Einschätzungen zum Nutzen dieser Angebote.
  • Längsschnittuntersuchungen informieren über erreichte Anschlüsse nach der Schule, über die Wege Jugendlicher durch das Übergangssystem und über den Beitrag von Unterstützungsangeboten zum Gelingen oder Misslingen von Übergängen.

Schülerbefragungen werden in der Regel in den Schulen selbst durchgeführt. Darum müssen die Schulen für eine aktive Mitarbeit gewonnen werden.

Für Schulabsolventen-Befragungen hat das DJI einen DJI-Musterfragebogen Schülerbefragung und eine Handreichung zur inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung von Schülerbefragungen erarbeitet. Aus dem BMBF-Programm Lernen vor Ort wurde ein Werkstattbericht Schulabsolventenbefragung veröffentlicht.

Längsschnittuntersuchungen liefern Informationen über Wege durch das Übergangssystem und helfen, Stärken und Schwächen von Bildungsgängen, Unterstützungsangeboten und Strukturen des Übergangssystems zu erkennen. Sie sind allerdings in ihrer Durchführung organisatorisch und methodisch sehr anspruchsvoll, und der Einsatz von Telefoninterviews für Folgebefragungen ist kostenträchtig.
Der Aufsatz Die lokalen Schulabsolventen-Längsschnitte des DJI beschreibt exemplarisch das Design solcher Längsschnittuntersuchungen. Aus mehreren Kommunen der BMBF-Förderinitiative Regionales Übergangsmanagement liegen Ergebnisberichte aus Schulabsolventen-Längsschnitten vor (z. B. Geschafft – Übergänge in Göttingen, Mittelschülerinnen und Mittelschüler auf dem Weg von der Schule ins Erwerbsleben, Stuttgarter Haupt- und Förderschüler/innen auf dem Weg von der Schule in die Berufsausbildung) vor, die als Vorlagen für eigene Studien und Auswertungen dienen können.

Eine Einsicht aus solchen Schulabsolventen-Längsschnitten war, das entscheidende Weichen für das Gelingen des Übergangs in Ausbildung im System der beruflichen Schulen gestellt werden. Im Rahmen der BMBF-Förderinitiative Regionales Übergangsmanagement wurden deshalb auch Längsschnittuntersuchungen an beruflichen Schulen durchgeführt. Beispiele dafür sind: Magdeburger Berufsschülerinnen und Berufsschüler in der berufsvorbereitenden und beruflichen Ausbildung und eine Längsschnittstudie für den Kreis Gütersloh.

Beispiel einer Verbindung von quantitativen und qualitativen Verfahren bei der Analyse der Übergangswege Jugendlicher ist die DJI-Studie Umwege in Ausbildung.

Tools

Handreichungen:

Inhaltliche und organisatorische Gestaltung von Schülerbefragungen(DJI)

Werkstattbericht Schulabsolventenbefragung

(Lernen vor Ort)

Instrument:

DJI-Musterfragebogen Schülerbefragung(DJI)


Beispiele guter Praxis:

Geschafft - Übergänge in Göttingen (Regionales Übergangsmanagement Göttingen)

Umwege in Ausbildung (DJI)

Längsschnittstudie für den Kreis Gütersloh (Sozialforschungsstelle Dortmund)

Magdeburger Berufsschülerinnen und Berufsschüler in der berufsvorbereitenden und beruflichen Ausbildung (Regionales Übergangsmanagement Magdeburg/DJI)

Mittelschülerinnen und Mittelschüler auf dem Weg von der Schule ins Erwerbsleben (Regionales Übergangsmanagement Leipzig/DJI)

Stuttgarter Haupt- und Förderschüler/innen auf dem Weg von der Schule in die Berufsausbildung (Regionales Übergangsmanagement Stuttgart/DJI)

Die lokalen Schulabsolventen-Längsschnitte (DJI)

➡ Wenn Sie Anregungen und Verbesserungsvorschläge haben,
schreiben Sie gern eine Email an: Ulrike Richter

 

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