Zielperspektive ist die Entwicklung einer regional differenzierten Infrastruktur, in der sich Familienleben, Schule, Jugendhilfe und private Freizeitangebote sinnvoll ergänzen und die es den Kindern erlaubt, sowohl verläßliche Anlaufstellen und Unterstützungsangebote zu nutzen als auch ihren individuellen Freizeitbedürfnissen nachzugehen.

Entsprechend dieser Zielsetzung untersucht das Projekt "Soziale Infrastruktur für Schulkinder" in sechs Regionen der westlichen und vier Regionen der östlichen Bundesländer

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außerunterrichtliche Angebote für Schulkinder hinsichtlich ihrer konzeptionellen Ansätze und ihrer praktischen, d.h. auch organisatorischen Umsetzung

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die Wechselbeziehung zwischen Wünschen und Interessen von Kindern und Familien einerseits und den lokalen Angeboten und Maßnahmen andererseits

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Formen und Möglichkeiten der Kooperation und Vernetzung zwischen Jugendhilfe, Schule und freien Angeboten.

Zielgruppen der Untersuchung sind Schulkinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Befragt werden Kinder, die ein institutionelles Angebot der Jugendhilfe oder der Schule regelmäßig wahrnehmen, und Kinder, die solche Angebote nicht nutzen, darüber hinaus die Eltern dieser Kinder sowie Fachkräfte (Lehrer/Erzieherinnen) der Betreuungseinrichtungen. Schulkinder wie Eltern werden mit Hilfe standardisierter Fragebögen befragt. Zur qualitativen Ergänzung dieser Erhebungen werden Gruppengespräche mit Kindern, Eltern und Experten aus dem Jugendhilfe- und Bildungsbereich durchgeführt. Die Informationen über die institutionellen Angebote, die die ausgewählten Kinder nutzen, werden über standardisierte Einrichtungsfragebögen sowie qualitative Interviews mit den Fachkräften der Einrichtungen erhoben. Die Untersuchung schließt die Beschreibung und Analyse von sozio- und infrastrukturellen Merkmalen der ausgewählten Regionen mit ein.
Die empirischen Ergebnisse und der im Projekt angelegte Erfahrungs- und Informationsaustausch sollen als Grundlage für Anregungen zur Gestaltung einer differenzierten und bedarfsgerechten Angebotsstruktur und zur Entwicklung von Orientierungskonzepten für die sozialpädagogische Arbeit mit Schulkindern ebenso dienen wie für Empfehlungen im Hinblick auf sozial- und bildungspolitische Maßnahmen und Planungen.

Kontakt

+49 89 62306-204
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

Gefördert / finanziert durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung

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