Ausgangssituation

In den Jahren vor Beginn des Projekts haben Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen durch Personal in Institutionen, aber auch durch Jugendliche selbst viel Aufsehen erregt. Der Einsatz sexualisierter Gewalt machte auch vor professionellen Organisationen nicht halt. Er kann in der Behinderten- und Altenarbeit, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie in allen Bereichen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe geschehen; in der ehrenamtlichen Jugendarbeit in Verbänden, in Internaten und Schulen. In therapeutischen und medizinischen Arbeitsfeldern wurde bereits vor vielen Jahren auf das erhöhte Risiko des sexuellen Missbrauchs durch Professionelle hingewiesen und berufspolitische Maßnahmen – bis hin zum drohenden Berufsverbot – wurden eingeleitet. Die Phänomene wurden als Ausdruck eines Machtmissbrauchs durch Professionelle angesehen und kritisiert. In Einrichtungen, in denen Klientinnen und Klienten betreut werden, die vielfach aus benachteiligten Familien kommen und die zudem über wenige Ressourcen verfügen, kommt ein offener Diskurs oftmals nur schleppend zustande.

Kontakt

+49 89 62306-245
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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