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Gemeinsam mit jungen Menschen Visionen für eine chancengerechte Welt gestalten

Bei den fünften JugendPolitikTagen 2025 in Berlin organisierte ServiKiD gemeinsam mit dem für den NAP-Kinderchancen zuständigen Fachreferat aus dem BMBFSFJ einen interaktiven Workshop rund um die Themen des NAP „Kinderchancen“. Mit dabei waren auch zwei engagierte Vertreterinnen des Jugendteams. 

Seit 2017 bieten die JugendPolitikTage jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit, sich zu vernetzen und Ideen sowie Lösungsstrategien für jugendrelevante Politik zu entwickeln und sich auszutauschen. 

Im Zentrum des Workshops stand die Frage, wie die Welt ein Stück weit gerechter werden könnte. Ganz nach dem Motto: „Wer etwas verändern will, braucht eine Idee, wie es anders sein könnte!“ Die Bedürfnisse und Perspektiven junger Menschen waren dabei zentral. Gesundheit, Bildung, Migration und Vielfalt – zu all diesen Themenfeldern wurden Chancen und Herausforderungen identifiziert und besprochen. Das Ziel war, gemeinsam kreative Lösungen für eine faire und lebenswerte Zukunft aller zu entwickeln. 

 

“Vision: Bildung” 

Im Bereich Bildung fordern die jungen Menschen gezielte Unterstützung für Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien, etwa durch Zuschüsse für Lehrmaterialien, mehr Informationen zu Förderprogrammen sowie eine bessere soziale Begleitung durch Ganztagsangebote, Buddy-Programme und qualifiziertes Personal. Zudem wünschen sie sich kleinere Klassen, mehr Praxisbezug im Unterricht und innovative Unterrichtsformen, die Medien- und Zukunftskompetenzen fördern. 

 

“Vision: Migration & Vielfalt”

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit dem Themenbereich Migration und Vielfalt. Dabei war Zuversicht beim gemeinsamen Austausch zu spüren, ebenso auch der Wunsch nach Veränderung. Die jungen Menschen appellierten an Verantwortungsträger aus der Politik und in den Medien, dass eine gesellschaftliche Spaltung nicht weiter vorangetrieben werden darf und eine verantwortungsvollere mediale Berichterstattung vor allem hinsichtlich Migration benötigt wird. Die jungen Menschen fordern eine medienkritischere Haltung und Reflexion, auch von der Zivilgesellschaft. Die jungen Menschen betonten die Notwendigkeit, migrantische Themen stärker im Unterricht sichtbar zu machen, Diskriminierung aktiv abzubauen und durch politische Bildung sowie Medienkompetenz an Schulen ein Bewusstsein dafür zu schaffen bzw. zu stärken. Kunst, Literatur und Musik könnten dabei Brücken schlagen, den Dialog fördern und Vielfalt auf kreative Weise erfahrbar machen. 

 

“Vision: Gesundes Aufwachsen” 

Für ein gesundes Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen fordern die jungen Menschen flächendeckende Präventionsangebote und niedrigschwellige gesundheitliche Aufklärung, auch in Familien. Die Bereitstellung von gesünderen sowie bezahlbaren Mahlzeiten in Schulen soll vorangetrieben werden. Die jungen Menschen schlagen vor, dass Schulen verstärkt mit Familien zusammenarbeiten und als Wohlfühlorte gestaltet werden sollen, etwa durch Awareness-Teams, die insbesondere Kinder und Jugendliche mit Armutserfahrungen begleiten. Langfristige und stabile (Präventions-)Angebote sollen zu mehr psychischer und physischer Gesundheit beitragen.