Die Forschung zum Wechselverhältnis von Familienentwicklung und beruflicher Veränderung war bislang auf Frauen fokussiert. In diesem Projekt wird der Frage nachgegangen, ob und in welcher Weise sich diese beiden Lebensbereiche auch bei Männern wechselseitig beeinflussen. Mit der zunehmenden Pluralität von Lebensformen und dem Verlust der Dauerhaftigkeit und Stabilität des Familienmodells haben sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Frauen und Männer verändert. Ehe und Familie können nicht mehr selbstverständlich und als lebenslanger, privater Rahmen unterstellt werden.

Im Hinblick auf die beruflichen Karrieremöglichkeiten liegen bezüglich dieser Entwicklung widerstreitende Einschätzungen vor. Auf der einen Seite werden die Entlastungs- und Unterstützungsleistungen der Ehefrau und Familie für den Berufsweg des Mannes als bedeutsam gesehen, auf der anderen wird die Mobilität und Ungebundenheit von sog. Singles als karriereförderlich angenommen. Bei Frauen werden bislang aufgrund der Arbeitsteilung und der Verantwortlichkeitszuschreibung die Ehe und insbesondere die Familie als Karrierehindernisse untersucht.

In diesem Projekt wird mit der ersten Welle des DJI-Familiensurvey (1988) sowie mit den Daten des Sozio-ökonomischen Panels (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin) der Frage nach dem Zusammenhang dieser beiden Lebensbereiche empirisch nachgegangen. Die Analysen betreffen die Entwicklung des Berufs-, Familien- und Partnerschaftverlaufs auf Individualebene; weitergehend ist geplant, die wechselseitige Bedeutung der Berufsverläufe bei Paaren einzubeziehen.

Kontakt

+49 89 62306-322
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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