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Die Abkehr von der Schule „kommt nicht über Nacht“. Als kritische Schwelle gilt der Wechsel von der Grundschule zur Sekundarschule. Hier werden verlässliche Verfahren zur Identifizierung von Risikokonstellationen benötigt, die eine Grundlage von wirksamen Interventionen bilden können, und Verfahren der Unterstützung der gefährdeten Kinder und Jugendlichen, die diese nicht der Stigmatisierung aussetzen. Auch schulstrukturelle Ursachen oder Begleitumstände lassen sich identifizieren: die fehlende Kommunikation zwischen Grund- und Sekundarschulen, der Verzicht von Schulen, die sozialen Bezüge zwischen den Kindern zur Kenntnis zu nehmen, eine Schulorganisation, die durch Komplexität überfordert, ohne zu deren Bewältigung Hilfen zu geben
"Den Schulausstieg verhindern"   "Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit".

Eine zweite kritische Phase für das Gelingen des Schulbesuchs stellen die letzten Jahre des Pflichtschulbesuchs dar. Wenn der Erwerb des Hauptschulabschlusses unerreichbar scheint, dann erschließt sich den Jugendlichen die Sinnhaftigkeit des weiteren Schulbesuchs nur noch schwer. Um diese Jugendlichen wieder fürs Lernen zu motivieren, verknüpfen Schulen entweder den Erwerb des Schulabschlusses mit Schritten zur Förderung des Übergangs in Ausbildung oder zielen auf einen möglichst reibungslosen Übergang durch eine Platzierung der Jugendlichen in betrieblichen „Langzeitpraktika“
"Den Übergang bewältigen"   "Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit".

Wenn Hauptschülern unmittelbar nach der Schule der Einstieg in die betriebliche Ausbildung gelingt, dann haben sie in der Regel zuvor im selben Betrieb ein Praktikum absolviert. Andererseits garantiert das Praktikum allein keinen Ausbildungsplatz. Wichtigstes Kriterium für das Gelingen des Übergangs in Ausbildung ist die Qualität des erworbenen Schulabschlusses. Insofern kann es nicht um die Alternativen Betriebspraktikum oder Schulabschluss gehen, sondern um intelligente Verbindungen von Praxiserfahrungen in Betrieben und gutem Unterricht
"Chancen für Schulmüde"   "Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit".

Wenn Jugendliche durch lange Abwesenheit von der Schule dort sozial nicht mehr integrierbar sind, keinen geregelten Tagesablauf kennen, in ihrem Leistungsstand weit unter ihrem Altersniveau liegen, dann erfolgt häufig die Beschulung in einer „Schule für Schulverweigerer“. Interessanterweise zeigt sich in diesem Handlungsfeld, dass reformpädagogische Ansätze aus der Zeit der Weimarer Republik, die Arbeiten und Lernen zu verknüpfen suchen, noch immer eine hohe Aktualität haben, auch wenn sie, in Unkenntnis der historischen Vorläufer, zum Teil neu erfunden werden
"Nicht beschulbar?"   "Schulabbrüche und Ausbildungslosigkeit".

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