Vier Fragen an das Projekt TrEiKo

Das Verbundprojekt TrEiKo führen Wissenschaftler*innen von der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf und dem Forschungsverbund DJI/Technische Universität Dortmund gemeinsam durch. TrEiKo steht für „Träger und ihre Kitas – Träger-Einrichtungs-Kooperationen im Spannungsfeld zwischen Steuerung und Unterstützung“. In dem Projekt geht es um die Zusammenarbeit zwischen Trägern und ihren Kindertageseinrichtungen (Kitas).

Um einen Einblick in die Arbeit des Projektes zu bekommen, haben wir vier Fragen an das Projektteam – bestehend aus den Wissenschaftler*innen Kirsten Fuchs-Rechlin, Nadine Madeira-Firmino, Justus Peters, Janine Birkel-Barmsen, Norina Wallußek, Christiane Meiner-Teubner, Tijen Atkaya und Maria Gerth – gestellt.

 

Was ist das Ziel Ihrer Forschung?

In TrEiKo gehen wir davon aus, dass die Herausforderungen, vor denen Kitas heute stehen, vielfältig sind: Fachkräftemangel, Personalfluktuation und -wechsel, Heterogenität in der Zusammensetzung der Kindergruppen, Begleitung und Beratung der Eltern sowie die Vernetzung im Sozialraum sind nur einige Beispiele dafür. All das kann von einem Kita-Team allein kaum bewältigt werden. Kitas benötigen bei ihren Aufgaben die Unterstützung durch ihren Träger. Konkret geht es uns um die Frage, in welchen Bereichen und mit welchen Aktivitäten Träger die Arbeit ihrer Kitas begleiten und unterstützen, welche förderlichen und welche hinderlichen Bedingungen ihnen dabei begegnen und welche Strategien dabei besonders geeignet sind. Unser Ziel ist es, durch einen Blick in die Praxis Bedingungen gelingender Zusammenarbeit zwischen Trägern und Kitas zu identifizieren.

 

Was macht für Sie eine gute Kita aus?

Eine gute Kita erfüllt den gesetzlichen und gesellschaftlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag. Die Aufgabe von pädagogischen Fachkräften ist es, Entwicklungsprozesse von Kindern zu fördern, ihre Rechte zu schützen, zu stärken und einen Rahmen für Mitbestimmung zu schaffen. Um Letzteres erfüllen zu können übernimmt ein guter Träger die Gesamtverantwortung der betrieblichen Organisation, indem er die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine gelingende Praxis bereitstellt und unter anderem auch gemeinsame Abstimmungs- und Aushandlungsprozesse mit den Kitas initiiert.

Ein gutes Kita-Team befindet sich in einem kontinuierlichen Reflexionsprozess, indem es die Übereinstimmung ihres eigenen pädagogischen Handelns mit den Erwartungen der Akteur*innen im Kita-System überprüft. Dieser Prozess sollte idealerweise strukturell verankert sein, was wiederum Aufgabe des Trägers ist.

Die professionelle Weiterentwicklung des pädagogischen Personals durch Fort- und Weiterbildungen sowie die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteur*innen im Kita-System (Individuen, Institutionen und Politik) sind unabdingbar für die Arbeit einer guten Kita.

 

Was sind aus Ihrer Sicht wichtige Baustellen für eine Verbesserung der Qualität in Kitas?

Träger von Kitas nehmen Management- und Führungsaufgaben wahr und tragen mit ihren Steuerungsaktivitäten zur Qualität der pädagogischen Arbeit bei. So sorgen Träger im Bereich der Personal- und Teamentwicklung für die Einstellung qualifizierten Fachpersonals sowie für die Planung und Bereitstellung von Fort- und Weiterbildungsangeboten. Darüber hinaus tragen sie die Verantwortung für die ökonomische Sicherheit ihrer Kitas und gestalten Organisationsentwicklungsmaßnahmen, um die pädagogische Arbeit an den stetig verändernden Anforderungen auszurichten und gleichzeitig auf die steigenden Ansprüche an die pädagogische Arbeit angemessen zu reagieren.

Gegenwärtig ist jedoch zu konstatieren, dass empirisch bisher relativ wenig darüber bekannt ist, wie Träger all diese Aufgaben in Zusammenarbeit mit den Kitas gestalten. Eine wichtige Baustelle für die Verbesserung der Qualität in Kitas sehen wir daher darin, die Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen Trägern und ihren Kitas zu durchleuchten.

 

Wie können Kitas von Ihren Ergebnissen profitieren?

Ziel des Projektes TrEiKo ist es, Bedingungen gelingender Zusammenarbeit zwischen Trägern und Kitas zu identifizieren und aufzuzeigen, welche Strategien besonders hilfreich für die Steuerung von Kitas sind. Das Wissen um förderliche und hinderliche Steuerungsbedingungen hinsichtlich der Träger-Einrichtungs-Kooperation kann als Reflexions- und Evaluationsbasis zur Weiterentwicklung der Praxis dienen und somit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Qualität in den Kitas liefern.

 

Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier:

Webseite des Projektstandorts Fliedner Fachhochschule Düsseldorf[1]Webseite des Projektstandorts Forschungsverbund DJI/TU Dortmund[2]

 

Weitere Projektvorstellungen finden Sie hier:

Die Projekte stellen sich vor[3]


Broschüre zur Förderrichtlinie als PDF-Datei:

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