Konzeption und Methode

In Anlehnung an das Konzept der "familialen Lebensführung[2]" (Keddi 2011) und des "doing family[3]" (Jurczyk u.a. 2009) wird der Familienalltag von Migrantenfamilien in den Fokus gerückt. Familiale Lebensführung wird als Gesamtheit der Alltagspraktiken konzeptualisiert, mit denen Familienmitglieder Familie gestalten (individuelle und gemeinsame Aktivitäten, Routinen und Rituale), organisieren (Zeit-, Vereinbarkeits- und Balancemanagement, Erwerbs- und Betreuungsarrangements), deuten und entwerfen (Orientierungen, Lebensentwürfe) sowie Gemeinsamkeit und Lebensqualität (Beziehungsqualität, Familienklima, Zufriedenheit und Belastungen in verschiedenen Lebensbereichen) herstellen. Das Design folgt der Grundidee, aus der Kombination, Relation und Gewichtung individueller und auf Familie bezogener Einzelaktivitäten und -deutungen der Befragten Muster familialer Alltagsgestaltung zu rekonstruieren. Diese Elemente ergeben als Ganzes ein differenziertes Bild der jeweiligen familialen Lebensführung.
Analysiert wird die Lebensführung von Familien mit Migrationshintergrund nach

  • sozioökonomischen Aspekten (Erwerbstätigkeit, Bildung, Einkommen, Integration ins Erwerbsleben, Risikolagen) und
  • demografischen Faktoren (Alter, Geschlecht, Kinderzahl, Familienstand, Lebensform)

Einbezogen werden Personen von 18-55 Jahren mit und zum Vergleich ohne Migrationshintergrund mit mind. einem Kind im Haushalt.

Kontakt

+49 89 62306-322
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

Mehr zum Projekt