Der DJI-Jugendsurvey ist ein Instrument zur Dauerbeobachtung der Lebensverhältnisse sowie gesellschaftlicher und politischer Orientierungen Jugendlicher. Basis dieser Dauerbeobachtung sind regelmäßige repräsentative Umfragen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Bundesrepublik im Alter von 16 bis 29 Jahren (in der 3. Welle von 12 bis 29 Jahren).

Der Jugendsurvey des Deutschen Jugendinstituts (DJI) entstand als ein zentrales Projekt der Abteilung "Jugend und Politik", die 1989 gegründet worden ist. Auf Anregung von Prof. Dr. Hans Bertram und unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Ursula Hoffmann-Lange wurde die Konzeption eines Jugendsurveys entwickelt, die im Kontext der Sozialberichterstattung des DJI – neben Familiensurvey und Kinderlängsschnitt – steht. Eine zentrale Aufgabe dieses Forschungsprogramms ist es, auf breiter Basis durch "Dauerbeobachtung" in Wiederholungsbefragungen regelmäßige und zuverlässige Informationen über Lebenslagen und Orientierungen von Kindern, Jugendlichen und Familien zu gewinnen. Im Jugendsurvey geht es um die Erfassung von Lebenslagen, von Lebensentwürfen, von Wertorientierungen sowie um gesellschaftliche und politische Orientierungen und Handlungsweisen Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland.

Der Jugendsurvey folgt einem Konzept von Themenschwerpunkten und einem Lebenslagen differenziert erfassenden Ansatz. Der replikativen Intention entsprechend wird ein Kernbereich von Fragestellungen beibehalten, der in anschließenden Wellen durch neue Fragen ergänzt wird. Empirische Basis sind regelmäßige repräsentative Umfragen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Bundesrepublik. Die erste Erhebung fand im Jahre 1992 statt, die zweite 1997; in beiden Wellen sind jeweils ca. 7.000 deutsche Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 29 Jahren befragt worden. In der 3. Welle des Jugendsurveys, die im Herbst 2003 im Feld war, wurde die untere Altersgrenze bei den Befragten auf 12 Jahre herabgesetzt und die Stichprobe von 7.000 auf 9.000 Personen erweitert. Für die Befragtengruppe der 12- bis 15-Jährigen stellt der Jugendsurvey 2003 somit eine Basisuntersuchung für spätere Jugendsurveywellen dar. Anders als bei den ersten beiden Wellen wurden in der 3. Welle nicht mehr nur deutsche Jugendliche und junge Erwachsene befragt, sondern auch nicht-deutsche Jugendliche und junge Erwachsene.

Die kontinuierliche Beobachtung macht es möglich, die Lebenslagen sowie Einstellungen und Orientierungen von Mädchen und jungen Frauen sowie von Jungen und jungen Männern im Wandel darzustellen sowie Erklärungsfaktoren für Veränderungstendenzen zu benennen. Insbesondere für die 3. Welle sind die Längsschnittaspekte der Mehrfacherhebungen von Interesse. Durch den Umfang und den Alterszuschnitt der Stichprobe, durch die thematische Schwerpunktsetzung, die Möglichkeit des Vergleichs mit allgemeinen Bevölkerungsstudien sowie die replikative Anlage unterscheidet sich der Jugendsurvey des DJI von anderen repräsentativen Jugendstudien. Besonderes Augenmerk wird auf den Vergleich von alten und neuen Bundesländern gelegt und daher wurden letztere überproportional, gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung, in den Stichproben berücksichtigt.


Laufzeiten:
Jugendsurvey 1. Welle: 01.01.1989 - 30.04.1995
Jugendsurvey 2. Welle: 01.05.1995 - 30.12.1999
Jugendsurvey 3. Welle: 01.01.2001 - 30.06.2007

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