Erhebungen bei Kindertageseinrichtungen

Seit der Veröffentlichung der ersten PISA-Studie und der IGLU-Ergebnisse sind Kindertageseinrichtungen zunehmend ins politische und gesellschaftliche Rampenlicht gerückt. Es gibt eine breite Diskussion über den Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen und ihre Qualität, die nicht zuletzt in den Bildungsplänen der Länder Ausdruck findet. Daneben werden Tageseinrichtungen für Kinder unter dem Gesichtspunkt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrachtet - eine Folge ist, dass der Platzausbau für unter Dreijährige, aber auch für Schulkinder, mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz auf die politische Agenda gesetzt wurde.

Anfang 2012 startete die Feldphase zu einer zweiten bundesweiten Befragung der Kindertageseinrichtungen durch das Projekt (Fragebogen[1]). Durch die erneute Befragung können auch Entwicklungen in den letzten Jahren aufgezeigt werden. Momentan werden die Daten ausgewertet.

Mit der Einführung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zum 1. Januar 2013 und der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ergeben sich zusätzliche Anforderungen an Kindertageseinrichtungen. Vor diesem Hintergrund sammelt die Befragung Informationen zur Arbeit in den Kindertageseinrichtungen. Dabei werden folgende Themen berücksichtigt:

  • betreute Altersgruppen und Gruppenformen
  • Öffnungs-, Betreuungs- und Schließzeiten
  • Personalsituation
  • Fortbildung und Qualifizierung
  • Arbeitsorganisation
  • Inklusion von Kindern mit Behinderung
  • Kooperation der Tageseinrichtungen mit anderen Institutionen
  • Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Arbeitsteilung zwischen Träger und Einrichtungen

 

Erstmalig wurde die Befragung im Jahr 2007 durchgeführt.

Die Ergebnisse der Befragung wurden als Buch veröffentlicht, eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse steht zum Download zur Verfügung:

Christian Peucker, Nicola Gragert, Liane Pluto & Mike Seckinger (2010): Kindertagesbetreuung unter der Lupe. Befunde zu Ansprüchen an eine Förderung von Kindern. Reihe: DJI-Fachforum Bildung und Erziehung, Band 9, München: DJI, ISBN 978-3-87966-418-4 Weiter[2]

Nicola Gragert (2010): Prävention und Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten. In: Sozialpädagogisches Institut des SOS-Kinderdorf e.V. (Hrsg.): Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe. Dokumentation zur Fachtagung "Jugendhilfe und Gesundheitshilfe - zwei Systeme nähern sich an" am 13.-14. September 2008 in Berlin, 2010, S. 86-106 Download[3]

Nicola Gragert, Christian Peucker, Liane Pluto & Mike Seckinger (2008): Ergebnisse einer bundesweiten Befragung bei Kindertagesstätten. Zusammenfassung für die teilnehmenden Einrichtungen. Kurzzusammenfassung[4] (Fragebogen[5])

Nicola Gragert, Christian Peucker, Liane Pluto & Mike Seckinger (2007): Die pädagogische Konzeption als Qualitätsmerkmal. DJI-Befragung von Kindertagesstätten zur Konzeption. DJI Bulletin 80, 3/4/2007. Download[6]


Eine Darstellung der Ergebnisse der Studien zum Ausbau der Angebote zur Tagesbetreuung für unter 3-Jährige finden Sie unter:

Eric van Santen & Mike Seckinger (2008): Untersuchung zum Stand des Ausbaus der Kindertagesbetreuung für Kinder im Alter von unter drei Jahren - 2008. Langfassung[7]/ Kurzfassung[8]

Deutscher Bundestag (2007): Bericht der Bundesregierung über den Stand des Ausbaus für ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren 2007, BT-Drucksache 16/6100. Download[9]

BMFSFJ (Hrsg.) (2006): Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren. Bericht der Bundesregierung über den Stand des Ausbaus für ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren. Download[10]

weitere Projektveröffentlichungen[11]

Ansprechpartner:

Christian Peucker
Tel.: 089/62306-151
email: peucker@dji.de

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Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
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