Die Ergebnisse der PISA-Studie haben – ebenso wie andere internationale Vergleichsdaten – das Bewusstsein dafür geschärft, dass mehr Qualität in der Bildung auch eine zeitliche Ausdehnung des organisierten Lernens erforderlich macht. Der Ausbau und die inhaltliche Ausgestaltung ganztägiger Angebote für Schülerinnen und Schüler ist daher zu einem bildungspolitischen Kernthema geworden, dessen hohe Priorität sich auch in entsprechenden Initiativen von Bund und Ländern niedergeschlagen hat (Vier-Milliarden-Programm der Bundesregierung).

Neben der traditionellen Ganztagsschule wurden in den letzten Jahren in den meisten Bundesländern neue Konzepte pädagogischer Ganztagsangebote entwickelt, die vor allem in offenen und kooperativen Formen existieren. Vor dem Hintergrund diese Entwicklungen hat das DJI ein Projekt mit dem Ziel durchgeführt, anhand einer Studie einen ersten Überblick über die Entwicklung von Ganztagsangeboten und die dabei auftretenden Probleme zu gewinnen.

Mit Hilfe von qualitativen Fallstudien an insgesamt 16 Schulen haben wir versucht, das gesamte Spektrum der Modelle einzubeziehen. Die Untersuchung, die im Auftrag des BMBF durchgeführt wurde, stellt von der Anlage und ihrer Stichprobe her nur eine Momentaufnahme eines eng begrenzten Ausschnitts dar, insofern können die Ergebnisse keine Allgemeingültigkeit beanspruchen.

Da Ganztagsangebote jedoch in den nächsten Jahren ausgeweitet werden, ist zu vermuten, dass die hier dokumentierten Probleme viele der Schulen betreffen, die Anstrengungen unternehmen, ein solches Angebot zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen. Die Ergebnisse zeigen, dass ganztagsschulische Konzepte mit ihren Lernmöglichkeiten in der Verbindung von Freizeit und Unterricht, den erweiterten Förderkapazitäten und den umfassenden Gelegenheiten für soziales Lernen eine breite Akzeptanz unter Eltern, Lehrkräften und Schülerinnen/Schülern erreichen.

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