Auftaktveranstaltung am 2. November 2015

Am 2. November 2015 fand die Auftaktveranstaltung des EFZA in den Räumen des Bundesfamilienministeriums in Berlin mit nationalen und internationalen Gästen statt.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks, MdB, griff in ihrem Grußwort die sich verändernde Lage der Adoptionsvermittlung in Deutschland auf und machte deutlich, dass „Adoption gelingt, wenn sie dem Kind dient. Familien sind bunter geworden. Dem müssen die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen,  unter denen Adoptionen stattfinden, auch entsprechen.“ Zentrales Anliegen des Bundesfamilienministeriums sei die Unterstützung einer adoptionsfreundlichen Praxis. „Wir werden das Adoptionsverfahren weiterentwickeln und modernisieren. Dafür brauchen wir zunächst mehr systematisches und empirisch fundiertes Wissen. Das verspreche ich mir von der Arbeit des EFZA“, betonte Caren Marks.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung war neben der Vorstellung der Aufgaben und Ziele des EFZA eine erste Situationsanalyse des Adoptionswesens in Deutschland. Sandra Fendrich und Dr. Thomas Mühlmann (Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik Dortmund) stellten erste Ergebnisse zur Auswertung der amtlichen Statistiken zu Adoptionen in Deutschland vor. Prof. Dr. Jörg Reinhardt (Hochschule für angewandte Wissenschaften München) präsentierte erste Befunde seiner Expertise zu den rechtlichen Grundlagen des deutschen Adoptionswesens im internationalen Vergleich. Die britische Wissenschaftlerin Prof. Beth Neil (University of East Anglia) berichtete über aktuelle Forschungsbefunde zur Situation von abgebenden Eltern und gab wichtige Impulse für die  Beratung und Begleitung dieser häufig stigmatisierten Gruppe.

Zu den Präsentationen der Veranstaltung[2]

 

 

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