Das "teenex"-Programm wurde zu Beginn der 90er Jahre in Großbritannien entwickelt. Im Rahmen des deutschen Bundesmodellprojektes wurde es in Lizenz übernommen und in verschiedenen östlichen Bundesländern und einem westlichen Bundesland in jeweils fünftägigen "teenex"-Camps erprobt und evaluiert. Im Mittelpunkt des Programms steht neben der Vermittlung von Informationen zum Problembereich Drogengebrauch und Sucht vor allem die Förderung von persönlichen und sozialen Kompetenzen und das Erlernen von Lebensbewältigungsstrategien. Ein wesentliches Element dabei sind jugendliche Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, die Jugendliche zur Entwicklung eines selbstbestimmten und sinnerfüllten Lebenskonzeptes anregen und zu einem reduzierten und kontrollierten Umgang mit legalen Drogen bzw. zur Meidung illegaler Drogen motivieren sollen. Darüber hinaus sollen Fähigkeiten unterstützt bzw. vermittelt werden, Manipulation zu durchschauen und Standfestigkeit zu üben.

Integraler Bestandteil des Modellprojektes war eine Evaluationsstudie des Deutschen Jugendinstituts, die nun als Veröffentlichung vorliegt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, daß das "teenex"-Programm eine gelungene Kombination von Spiel- und Lernsessions bietet, die von der überwiegenden Mehrheit der Beteiligten in den evaluierten Camps mit großer Begeisterung angenommen wurden. Fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer würden ihre Erfahrungen im Camp gerne wiederholen. Das im Verlauf der "teenex"-Camps entstehende intensive Gemeinschaftsgefühl und ein Nähe und Vertrauen zulassender Umgang miteinander schaffen die Voraussetzung dafür, daß die Jugendlichen zu vielfältigen Erfahrungen und Lernprozessen gegenüber aufgeschlossen sind. Die jugendlichen Multiplikatoren und Multiplikatorinnen tragen hierzu insbesondere durch ihre Führung und Betreuung der Kleingruppen bei.
Die Studie setzt sich auch mit den weniger ausgereiften Programmbestandteilen und methodischen und organisatorischen Umsetzungsformen auseinander. Insbesondere betrifft dies einige auf Drogen und Sucht bezogene Programmpunkte, die Handhabung des Rauchens im Camp und die Reflexion des sehr unterschiedlichen Ausmaßes an Drogenerfahrung bei den Beteiligten der Camps - Multiplikatorinnen und Multiplikatoren eingeschlossen. Es werden Vorschläge gemacht, wie die Umsetzung des "teenex"-Programms in Jugendcamps im Sinne der Ziele des Programms und der Ziele von Suchtprävention sowie die Schulung der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Zukunft noch effektiver gestaltet werden können. Ein umfangreicher Tabellenanhang sowie ein Materialanhang ergänzen den Berichtsteil der Studie.

Kontakt

+49 89 62306-175
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

Gefördert / finanziert durch

Bundesministerium für Famile, Senioren, Frauen und Jugend

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