KiBS-Befragte können in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren an der Studie teilnehmen. 76 Prozent derjenigen, die 2023 zum ersten Mal an KiBS teilgenommen hatten, erklärten sich damit einverstanden, im folgenden Jahr wieder zur Befragung eingeladen zu werden. Weitere interessante Ergebnisse und Auswertungen finden Sie auf der rechten Seite unter dem Link „Publikationen“ sowie weiter unten auf dieser Seite unter dem Reiter „Ergebnisse“.

zum Archiv der Zahl des Monats[2]


Seit 2016 wird die Betreuung von Kindern im Rahmen der DJI-Kinderbetreuungsstudie (KiBS) – gefördert vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) – untersucht. Das Projekt setzt damit eine Tradition des Deutschen Jugendinstituts fort, denn das Thema begleitet das DJI seit langem.

Informationen für Befragte (FAQ)[3]

Datenschutzblatt[4]

Flyer[5]

KiBS nimmt dabei Kinder verschiedener Altersgruppen in den Blick. So wurden in den ersten beiden KiBS-Befragungen (2016 und 2017) noch Eltern von Kindern aus vier Altersgruppen (U3-Kinder, U6-Kinder, Grundschulkinder und Schulkinder der Sekundarstufe I bis unter 15 Jahren) befragt. Ab 2018 erfolgte eine Einschränkung des Altersspektrums auf Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit, d.h. in den meisten Bundesländern bis zum Ende der vierten, in Berlin und Brandenburg bis zum Ende der sechsten Klasse. Die jährlich durchgeführte bundeslandrepräsentative Elternbefragung ist deutschlandweit die größte ihrer Art im fokussierten Altersbereich. Jedes Jahr werden ca. 33.000 Eltern befragt. KiBS hat sich zu einem aktuellen, verlässlichen und flexiblen Instrument zur Beobachtung der Situation der Kindertagesbetreuung in Deutschland aus Elternsicht entwickelt.

Mithilfe der KiBS-Daten werden regelmäßig indikatorengestützte Berichte zur Entwicklung der elterlichen Bedarfe und der in Anspruch genommenen Betreuungsarrangements vorgelegt (z.B. die vom BMFSFJ herausgegebene Broschüre „Kindertagesbetreuung Kompakt“, die den Elternbedarf der Inanspruchnahmequote in der amtlichen Statistik gegenüberstellt). Daneben fließen die KiBS-Daten in weitere regelmäßige und einmalige Berichtslegungsformate ein (wie z.B. den Bildungsbericht oder den Kinder- und Jugendmigrationsreport). Die jährliche KiBS-Befragung erhebt nicht nur die Daten für die im Trendvergleich zu berichtenden Kernindikatoren, sondern setzt darüber hinaus wechselnde Themenschwerpunkte oder nimmt inhaltliche Ergänzungen der Studie vor, je nach aktueller Situation oder gesellschaftlichem Diskurs.

Die wichtigste Veröffentlichung des Projektes ist der jährlich erscheinende DJI-Kinderbetreuungsreport (zu finden im Reiter „Ergebnisse“ oder unter „Publikationen“ auf der rechten Seite).

 

Untersucht werden unter anderem folgende Themen aus der Elternperspektive:

  • Die aktuelle Betreuungssituation, einschließlich informeller Betreuungsarrangements
  • Die Betreuungsbedarfe (Umfang, Uhrzeiten, gewünschte Betreuungsformen)
  • Bestehende Betreuungslücken
  • Die Zufriedenheit mit dem genutzten Angebot
  • Die Umsetzung von Qualitätsmerkmalen der genutzten Betreuung
  • Die Gründe der Nichtinanspruchnahme von Kindertagesbetreuung
  • Verlässlichkeit der Betreuung
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Regionale Disparitäten
  • Ungleichheiten in der Nutzung und des Bedarfs an Betreuungsangeboten
  • Untersuchung der Betreuungssituation während der COVID-19-Pandemie

DJI-Kinderbetreuungsreport

Um die Ergebnisse schneller verfügbar und die einzelnen Themenbereiche leichter zugänglich zu machen, wechselte der DJI-Kinderbetreuungsreport mit der Ausgabe 2020 sein Format und erscheint als Serie thematisch fokussierter Einzeldokumente.

 

Kindertagesbetreuung Kompakt

 

Andere Veröffentlichungen:

Interaktive Karten: frühe-chancen.de[47]

 

Weitere eigene Veröffentlichungen auf der Basis unserer jährlichen, bundeslandrepräsentativen Elternbefragung finden Sie auf der rechten Seite unter dem Link „Publikationen“.

 

Berichte der KiföG-Evaluation mit Ergebnissen der Elternbefragung und der KiföG-Länderstudie

Zielpopulation und Auswahlgesamtheit

Ziel von KiBS ist es, bundesweit sowie für alle Bundesländer die elterlichen Betreuungsbedarfe sowie die Betreuungssituation von Kindern ab der Geburt bis zum Ende des Grundschulalters (bis einschließlich zehn Jahre) zu berichten. Diese Kinder sind daher die Zielpopulation von KiBS, bundesweit gibt es ca. 8 Millionen Kinder in diesem Alter; auskunftgebend ist ein Elternteil.

Um eine bundesweit sowie bundeslandspezifisch repräsentative Stichprobe zu erreichen, baut KiBS auf einer Zufallsauswahl von Kindern in der Zielaltersspanne auf. Das Vorgehen zur Erreichung dieser Zufallsauswahl ist zweistufig. Zunächst werden in einem ersten Schritt aus der Liste von Gemeinden in Deutschland zufällig 428 Gemeinden ausgewählt. Anschließend werden in einem zweiten Schritt aus den Einwohnermelderegistern dieser Gemeinden zufällig Kinder mit Erstwohnsitz in der jeweiligen Gemeinde gezogen. Kinder, die nicht im Einwohnermelderegister erfasst wurden, sind nicht Teil der Auswahlgesamtheit. Diese Gruppe ist in Deutschland üblicherweise sehr klein.

Dieses Vorgehen erlaubt theoretisch eine echte Zufallsauswahl von Kindern in der Zielaltersspanne. In der Realität existieren jedoch praktische Hindernisse, die zu leichten Verzerrungen in der Zufallsauswahl führen. Aus verschiedenen Gründen (Details lassen sich in Studie 7 des DJI-Kinderbetreuungsreports 2023[53] nachlesen) kommt es zu etwas geringeren Ziehungswahrscheinlichkeiten für bestimmte Kindergruppen. KiBS zieht de facto eine Stichprobe aus den Einwohnermelderegistern von Kindern im Alter von drei Monaten bis zu zehn Jahren.

 

Einsatzstichprobe

Damit KiBS die große Diversität unterschiedlicher Betreuungskonstellationen in ganz Deutschland abbilden kann, werden Familien in 428 Gemeinden in die Befragung einbezogen. Diese wurden zufällig ausgewählt, wobei darauf geachtet wurde, Gemeinden unterschiedlicher Größen zu berücksichtigen.

In diesen Gemeinden wurde in einem zweiten Schritt eine zufällige Auswahl von Personen für die Befragung getroffen. Je Bundesland und Altersjahrgang sollten die Eltern von mindestens 100 Kindern befragt werden. Da größere Bundesländer stärker vertreten waren als kleinere, sollte die Gesamtzahl befragter Eltern 33.000 betragen. Diese Stichprobe setzt sich dabei aus zwei Teilen, einem Panel- und einem Auffrischungsanteil zusammen (Details hierzu befinden sich in Studie 7 des DJI-Kinderbetreuungsreports 2023). Details hierzu können zudem auf der Seite www.dji.de/KiBS_24-26[54] unter dem Reiter „Konzeption und methodisches Vorgehen“ nachgelesen werden.

Falls Sie Interesse an der Nutzung der KiBS-Daten haben, wenden Sie sich bitte an das Forschungsdatenzentrum[63].

Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung (2022): Bildung in Deutschland 2022: Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Ana­lyse zum Bildungspersonal. Bielefeld: wbv.

Bien, Walter/ Rauschenbach, Thomas/ Riedel, Birgit (Hrsg.) (2006): Wer betreut Deutschlands Kinder? DJI-Kinderbetreuungsstudie. Weinheim und Basel: Beltz.

Busse, Anna/Gathmann, Christina (2018): Free Daycare and Its Effects on Children and Their Families. IZA Discussion Paper 11269.

Camehl, Georg/Peter, Frauke H. (2017): Je höher die Kita-Qualität, desto prosozialer das Verhalten von Kindern. DIW-Wochenbericht, 84. Jahrgang, H. 51/52, S. 1197-1204.

Hermes, Henning/Lergetporer, Philipp/Mierisch, Fabian/Peter, Frauke/Wiederhold, Simon (2023): Discrimination in the
Child Care Market: A Nationwide Field Experiment. IWH Discussion Papers, No. 12/2023, Halle Institute for Economic Research (IWH), Halle (Saale).

Hermes, Henning/Lergetporer, Philipp/Peter, Frauke/Wiederhold, Simon (2021): Behavioral Barriers and the Socioeconomic Gap in Child Care Enrollment. URL: https://www.cesifo.org/DocDL/cesifo1_wp9282.pdf.

Jessen, Jonas/ Schmitz, Sophia/ Spieß, C. Katharina/ Waights, Sevrin (2018): Kita-Besuch hängt trotz ausgeweitetem Rechtsanspruch noch immer vom Familienhintergrund ab. DIW-Wochenbericht 38/2018, S. 825-836.

Jessen, Jonas/ Schmitz, Sophia/ Waights, Sevrin (2019): Understanding Day Care Enrolment Gaps. DIW Discussion Papers 1808. URL: https://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.635046.de

Lochner, Susanne/Jähnert, Alexandra (Hrsg.) (2020): DJI­-Kinder­- und Jugendmigrationsreport 2020. München: DJI.

Menne, Klaus (2015): Betreuungsumfang-Teil 1. Eine vernachlässigte Dimension der Krippenerziehung. Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe, H. 7, S. 256-261.

Menne, Klaus (2015): Betreuungsumfang-Teil 2. Eine vernachlässigte Dimension der Krippenerziehung. Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe, H. 8, S. 296-302.

Münder, Johannes (2017): Bedarfsdeckende Förderung und Betreuung für Grundschulkinder durch Schaffung eines Rechtsanspruchs. Berlin.

Roth, Tobias/ Klein, Oliver (2018): Effekte politischer Reformen auf die außerfamiliäre frühkindliche Betreuungsbeteiligung von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund.  Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 70. Jg., H. 3, S. 449–467.

Vandenbroeck, Michel/Lazzari, Arianna (2014): Accessibility of Early Childhood Education and Care: A State of Affairs. In: European Early Childhood Education Research Journal, Jg. 22, H. 3, S. 327-335

Bisherige Phasen des Projekts

Kontakt

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Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
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