Digitalisierung

Kinder und Jugendliche wachsen in einer Umwelt auf, die sehr stark von Medien geprägt und durchdrungen ist. Medien sind integraler Bestandteil ihres Alltags und insbesondere für die Kommunikation untereinander bedeutsam. Die Allgegenwärtigkeit der Medien und die damit verbundenen Kommunikations-möglichkeiten bergen auch ein Gefährdungspotential für junge Menschen (Zdun 2021). Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugend-
kriminalitätsprävention nimmt diese Gefährdungspotentiale in den Blick und fokussiert hier auf die Risiken für Kinder und Jugendliche sowohl Opfer als auch Täter*innen zu werden oder als sog. Bystander*innen in Erscheinung zu treten. Zudem nimmt sie die Potenziale dieser Akteur*innen in den Blick. Außerdem geht es darum, wie Fachkräfte verschiedener Professionen präventiv bzw. unterstützend für die Opfer agieren können.

Als eine weitere thematische Fokussierung beschäftigt sich die Arbeitsstelle mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Fachpraxis (Kutscher 2017) und den damit verbundenen Möglichkeiten, Grenzen und Herausforderungen in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention.

Zu diesem Zweck werden in den kommenden Jahren verschiedene empirische Untersuchungsschritte durchgeführt, um sich explorativ einigen Lücken in diesem Themenbereich zu widmen, vor allem im Bereich Cybermobbing. Hierfür werden zunächst Gespräche und Workshops mit Expert*innen aus der Fachpraxis und Wissenschaft durchgeführt. Daran anschließend erfolgen qualitative Interviews mit jungen Menschen zum Erleben und Erfahren von Cybermobbing sowie von Präventionsangeboten in diesem Bereich. Darüber hinaus ist die Evaluation eines Präventionsangebotes gegen Cybermobbing vorgesehen.

Kutscher, Nadia (2017): Digitalisierung der Sozialen Arbeit. Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven. In: merz 4/2017, S. 18-25.

Zdun, Steffen (2021): Begriffliche Eingrenzung von Cybermobbing und subjektive Belastung für Betroffene. In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie (in Druck).

Zum Thema

Jugendliche im WWW – Eine Herausforderung für die Kriminalitätsprävention?

Das Internet eröffnet nicht nur viele Möglichkeiten, sondern birgt gerade für junge Menschen Risiken, sowohl Opfer einer Straftat zu werden, als auch selbst gegen Strafnormen zu verstoßen. Stellen sich hier neue Herausforderungen für die Prävention von Delinquenz im Kindes- und Jugendalter? Auf der Basis einer Recherche einschlägiger empirischer Studien wird diese Frage in einem Aufsatz von Dr. Diana Willems diskutiert.

Ausgewählte Links zum Themenfeld


Jugend, Neue Medien und Risiken

Mit der flächendeckenden Nutzung des Internets eröffnen sich gerade in Bezug auf junge Menschen besondere Gefahren und Risiken. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention hat kürzlich zu diesem Thema eine Recherche durchgeführt und ist dabei auch auf jugendschutz.net aufmerksam geworden.
Mit Thomas Günter, Justiziar bei der Jugendschutzstelle im Internet jugendschutz.net spricht Dr. Diana Ziegleder von der Arbeitsstelle über aktuelle Herausforderungen.
Zum Gespräch


Kontakt

+49 89 62306-195
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München